Außergewöhnlich: die unsichtbare Seite

von | Juli 25, 2025 | Selbstmanagement | 4 Kommentare

In der 58. Blognacht von Anna Koschinski gibt sie den Impuls: Außergewöhnlich. Mal wieder so ein Impuls, bei dem sich mir erst mal die Haare sträuben. Ich für meinen Teil denke da nicht so wirklich daran, dass ich oder etwas in meinem Leben außergewöhnlich ist. Also mache ich mich wie immer auf die Suche danach. Denn wenn wir das Wort außergewöhnlich hören, denken wir oft an Menschen, die herausstechen. Die sichtbar anders sind. Die laut Erfolge feiern oder sich mit einer Leichtigkeit durchs Leben bewegen, bei der man sich fragt, ob sie heimlich einen Cheatcode benutzen.

Aber was, wenn das wahre Außergewöhnliche gar nicht sichtbar ist?
Was, wenn es sich durchzieht, wie ein stiller Faden, der alles zusammenhält, auch wenn niemand hinschaut?

Wie mein Dickkopf mir gezeigt hat, dass ich mehr kann, als ich glaubte

  • Ich habe nie laut geschrien: „Ich bin besonders!“ Ich war einfach da, stur, entschlossen und ja, vielleicht auch ein bisschen stolz. 😉
    Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das durch. Punkt.
  • Ich bin dreimal durch die praktische Führerscheinprüfung gefallen. Und trotzdem stand für mich fest: Ich werde Autofahren.
    Nicht weil es leicht war. Sondern weil ich beschlossen hatte, dass das Teil meines Lebens wird.
  • Ich wollte im Verkauf arbeiten, obwohl ich introvertiert bin und am Anfang wirklich null Ahnung hatte. Und ich hab’s gemacht.
    Nicht weil ich perfekt war. Sondern weil ich wusste: Ich wachse da rein.
  • Ich wollte Muster brechen. Diese alten inneren Programme, die einem zuflüstern: „Du musst erst leisten, dann darfst du sein“.
    Also breche ich sie. Jeden verdammten Tag.
    Nicht einmal und dann nie wieder. Sondern immer wieder.
  • Ich bin eine Bastelqueen mit Zielsicherheit. Wenn mein Sohn einen Kuchen im Minecraftdesign haben will, dann back ich eben eine Minecraftwelt. Egal wie oft diese blöden Fondantfiguren nicht kleben wollen.
  • Meine Projekte, ob Hobbys, Business oder Lebensentscheidungen, sind selten linear. Aber ich ziehe sie durch. Weil ich mich kenne. Und weil ich gelernt habe, dass Dranbleiben meine Superkraft ist. (aber nicht um jeden Preis!)

Das alles ist nicht selbstverständlich, aber es ist meins

Vielleicht ist das der Kern von meinem außergewöhnlich:
Ich mach einfach weiter. Auch wenn ich müde bin, obwohl es keiner sieht und niemand klatscht.
Vielleicht ist es kein Feuerwerk. Eher ein Glimmen, das nie ganz ausgeht.

Und ja, vielleicht hat das auch mit Stolz zu tun. Aber nicht mit dem „Ich-bin-besser-als-du“-Stolz.
Sondern mit diesem leisen, ehrlichen Stolz auf mein Durchhaltevermögen.
Auf mein „Ich hab’s mir versprochen, also mach ich das“.
Auf mein „Ich bin da, nicht perfekt, aber konstant“.

Die unsichtbare Seite des Außergewöhnlichen ist oft genau das:
Ein innerer Entschluss, den du niemandem beweisen musst.
Ein Gefühl von „Ich kann das“, auch wenn du zwischendurch zweifelst.
Ein Rhythmus, der sich nicht in Wochenpläne pressen lässt, aber verlässlich durch dich pulsiert.

Nicht laut. Nicht perfekt. Aber echt.

Wenn du jetzt denkst:
„Na toll, ich fühl mich aber gar nicht außergewöhnlich, sondern eher wie ein wandelnder To-do-Stapel mit Kaffeefleck“.
Joa. Und damit bist du in bester Gesellschaft.

Dieses ganze „besonders sein“-Ding hat selten was mit Applaus zu tun.
Sondern mit dem stillen „Ich mach’s trotzdem“. Mit dem inneren „Jetzt erst recht“.

Du musst nicht auffallen, um außergewöhnlich zu sein.
Es reicht, wenn du nicht aufgibst. Wenn du weitergehst, auch wenn’s nervt.

Still. Stur. Und ziemlich unbeeindruckt davon, was andere denken 😏

Wenn du mehr Gedankenfutter für sture Durchzieh-Menschen wie dich willst: Mein Newsletter kommt stur jeden Dienstag um 9:30 Uhr.
Ohne Gedöns, aber mit Hirn, Herz und einer Prise Chaos.

Außergewöhnlich: die unsichtbare Seite

4 Kommentare

  1. Wow, wie genial ist das, wenn man die Energie für einen ausgewachsenen Dickkopf hat!
    Find ich bewundernswert! Und ziemlich außergewöhnlich!
    Klasse!

    Grüße aus dem Mausloch
    Sabine

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    • Also es fiel mir ja ehrlich gesagt schwer, etwas Positives zu finden, was außergewöhnlich ist. Dann hat der Dickkopf direkt reingekickt und gesagt: Das kriegen wir hin. Zack, da war die Idee. 😅

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  2. Liebe Alexandra, schön, dass es dich gibt. Ganz unauffällig außergewöhnlich. Ich drück dich auf die Ferne. Edith

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