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Denk mal positiv

Was mich wirklich ärgert und meiner Meinung nach schon fahrlässig ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, die sagen, du musst nur positiv denken, dann wird alles besser. Ein riesiger Markt ist eröffnet, mit Glückstagebüchern, Glückskursen und Coachings. Sie lassen aber oft Aspekte, aus, die wirklich wichtig sind. Die Vergangenheit, die Traumata und den Menschen.

Positives Denken reicht nicht

Ich halte nichts davon, denn jemand, der noch nie oder sehr wenig positive Erfahrungen gemacht hat, bzw. diese abgespeichert hat, der weiß gar nicht wie das geht. Natürlich kann ich mein Gehirn lange austricksen. Pack einen Stift für paar Minuten quer in den Mund, dann glaubt dein Gehirn, dass du lächelst. Sag dir mehrfach im Spiegel wie toll du bist, dein Gehirn schnallt nicht, dass du das selber sagst. Schreib täglich auf, wofür du dankbar bist. Was ist aber, wenn nichts kommt? Was, wenn sich nichts verändert?

Drei Schritte vor zehn wieder zurück

Das große Problem an der Sache ist, wenn du noch nie gelernt hast Dinge positiv wahrzunehmen, dann bringen dir die ganzen Tipps gar nichts. Im schlimmsten Fall wird es dich noch weiter herunterziehen, weil du mal wieder versagt hast. Du siehst ja wie es bei all den anderen so toll funktioniert, warum also nicht bei dir? Womöglich wirst du dich wie so oft dafür verurteilen, wieder nichts richtig machen zu können.

Zuallererst darfst du dich so annehmen, wie du bist. Die Laune ist heute kacke, das darf sein! Du magst den Menschen, der dich aus dem Spiegel anschaut, heute nicht? Auch das ist ok! Das wichtigste dabei ist, dich nicht dafür zu verurteilen, dass du mal wieder nicht so funktionieren kannst, wie du es wolltest. Wenn du jetzt verzweifelt einfach so versuchst positiv zu denken, dann holt dich dein altes Ich wieder ein. Wenn du Pech hast, schlimmer als zuvor. Dich wird es wie an einem Gummiband erstmal eine ganze Weile nach vorn gehen lassen und schnellt dann wieder zurück. Im schlimmsten Fall noch weiter zurück wie davor.

Erstmal neutral bleiben

Je nachdem was du für Erfahrungen gemacht hast bewusst oder unbewusst musst du dein System oder Unterbewusstsein mitnehmen. Es reicht nicht dir das Ganze zu erzählen, denn du erzählst dir unterbewusst oft auch ständig das Gegenteil, also was gerade alles wieder Kacke war. Versuche erstmal Dinge, die blöd gelaufen sind neutral zu betrachten. War das jetzt wirklich so schlimm? War vielleicht nur eine kleine Sache vom Großen und Ganzen blöd? Wenn du es geschafft hast negatives neutral zu bewerten, dann kannst du anfangen Dinge positiv zu bewerten.

Gefühle wollen dir etwas mitteilen

Deine Gefühle wollen dir in der Regel immer etwas mitteilen. Angst vor etwas zu haben, soll dich schützen. Sich dann aber erstmal bewusst zu machen, wovor habe ich denn Angst, kann helfen, die richtigen Strategien zu finden. Sich klarzumachen, warum man wütend oder traurig ist, kann wiederum hilfreich sein, um herauszufinden, ob jemand die Grenze überschritten hat oder deine Gefühle verletzt. Es gibt also oft Gründe hinter den „schlechten“ Gefühlen, wenn du diese herausfinden und auch annehmen kannst, bist du schon einen kleinen aber wichtigen Schritt weiter.

Bevor du also den Tipp „denk mal positiv“ einfach umsetzen möchtest, überlege dir, warum du es machen möchtest.

  • Was sind die Gründe dafür?
  • Was willst du verändern?
  • Was wäre besser wenn du in Zukunft positiver denkst?
  • Bist es wirklich du die das möchte?

„Fake it till you make it“ also täusche vor bis es real ist, kann hier ganz schön schiefgehen und dich innerlich zerreißen. Merke dir, lerne erstmal neutral beobachten und gehe danach kleine Schritte in die positive Denkweise.

Kennst du mein neues Workbook schon? “liebe dein Chaos” kann dich dabei unterstützen, dich richtig gegen unpassende Tipps abzugrenzen.

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