Ich hab gelernt, dass Veränderung nicht bedeutet, alles perfekt zu machen. Sondern ehrlich hinzuschauen, wo ich mich selbst sabotiere, zu viel will oder mir Druck mache, der gar nicht nötig ist. Und weil ich weiß, dass du dich darin wahrscheinlich ein bisschen wiedererkennst, hab ich mal aufgeschrieben, was ich 2025 nicht mehr mache.
Die Wahrheit ist: Ich weiß genau, was ich theoretisch alles tun sollte, um entspannter, produktiver und achtsamer zu leben. Ich unterrichte das ja sogar. Nur… mein Leben ist keine PowerPoint-Präsentation. Es ist ein buntes, manchmal chaotisches, oft lautes und ziemlich lebendiges Ding. Mit Kindern, Business, Hormonen und spontanen Steuererinnerungen vom Finanzamt.
Ich hab mich mal wieder dabei erwischt, wie ich dachte: „2025 wird das produktivste Jahr!“ Schließlich ist mein Motto “Pozesse vereinfachen“.
Und dann hat mein Alltag leise gelacht. 😏
Nicht, weil ich’s schon meisterlich kann. Sondern, weil ich’s endlich nicht mehr so tun will, als würde ich’s tun. 😅
Also, schnapp dir eine Riesenportion Schokolade (Vertrauen ist gut, Kakaobutter ist besser 🍫) und los geht’s.
Inhaltsverzeichnis
1. Ich schreibe To-do-Listen, die ich dann souverän ignoriere
To-do-Listen sind für mich wie ein guter Vorsatz am 1. Januar: voller Hoffnung, guter Absichten und meistens nach zwei Tagen vergessen. 😏
Ich liebe sie, wirklich. Dieses Gefühl, wenn man alles aufschreibt, farblich markiert und denkt: „Jetzt hab ich’s im Griff!“ Und dann kommt das Leben dazwischen – oder meine Kreativität. Und beides hält sich nicht an Listen.
Manchmal vergesse ich dadurch Dinge. Und ja, das nervt mich. Aber oft merke ich im Nachhinein: Das, was ich „vergessen“ habe, war wohl einfach nicht wichtig genug, um hängen zu bleiben. Mein strukturbefreites Selbstmanagement funktioniert da ziemlich intuitiv, chaotisch, aber erstaunlich effektiv. 😉
2. Ich würde ja gern zyklusgerecht planen, aber mein Körper hat Humor
Ich weiß, wie wertvoll zyklisches Selbstmanagement wäre. Ich lehre das sogar! Nur blöd, dass mein Zyklus sich entschieden hat, in einer eigenen Zeitzone zu leben. Ohne hormonelle Verhütung schwankt er zwischen 21 und 34 Tagen, ganz nach Laune. 🙄
Das macht Planung zu einem Abenteuer. Ich plane also nur so halb – mit groben Tendenzen, einer Prise Hoffnung und einer Riesenportion Schokolade als Überlebensstrategie. 🍫🍫🍫
Ich hab gelernt, dass das auch okay ist. Es geht nicht darum, alles perfekt im Griff zu haben, sondern darum, mich selbst ernst zu nehmen – auch an den Tagen, an denen mein Körper einfach so tut, als wäre er ein unberechenbarer Kollege in Teilzeit.
3. Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen
Das war mal mein persönlicher Endgegner. Ich hab geschaut, was andere Coaches, Mentorinnen oder Content-Queens machen, und gedacht: „Müsste ich auch so sein.“ Aber nein, müsste ich nicht.
Die haben nicht mein Leben, nicht meine Kinder, nicht meinen Kopf, nicht meinen Zyklus und ganz sicher nicht meine Denkweise. Ich laufe meinen eigenen Marathon, manchmal im Sprint, manchmal im Schneckentempo, aber immer in meinem Rhythmus. Und das ist verdammt befreiend.
4. Ich tue nicht mehr so, als wäre ich immer „on point“
Ich bin gut in dem, was ich tue. Aber perfekt? Nope. Ich hab Chaos, ich hab Stapel, ich hab unbeantwortete E-Mails und ja, das Finanzamt musste mich daran erinnern, dass die Steuer von 2024 auch irgendwann gemacht werden sollte. 😅
Früher hätte ich mich dafür geschämt, heute denke ich: „Na und?“ Meine Klientinnen sind kreative Chaotinnen. Wenn ich ihnen Authentizität beibringe, darf ich sie auch leben. Unperfekt professionell ist mein neues Lieblingskonzept.
5. Ich stopfe mein Leben nicht mehr mit Social Media voll
Ich hab Resilienz studiert. Und da steht nirgends: „Verbringe dein Leben mit Scrollen, Reels und Contentdruck.“ Es ist einfach absurd, wenn ich über Selbstfürsorge spreche, während ich selbst kaum Pausen mache, weil ich „noch eben posten“ will.
Ich will wieder mehr leben als teilen. Mehr echte Gespräche, weniger Algorithmus. Mehr Zeit für Schokolade (siehe Punkt 2), weniger Zeit für „engagement rate“. Wenn ich online bin, dann bewusst und nicht, weil ich Angst davor hab vergessen zu werden.
6. Ich arbeite nicht mehr gegen meine eigenen Werte
Ich hab mich selbstständig gemacht, um flexibler zu sein. Um Zeit für Familie, Kreativität und das Leben dazwischen zu haben. Und dann hab ich plötzlich 60 Stunden pro Woche gearbeitet, nur ohne Chef. Ironie des Jahres. 🙃
Freiheit entsteht nicht durch Selbstständigkeit, sondern durch klare Grenzen. Und durch die Fähigkeit, auch mal Nein zu sagen, selbst zum eigenen Ehrgeiz. Ich will Qualität statt Quantität. Präsenz statt Dauerbeschallung. Und Raum, um auch mal einfach nichts zu tun.
7. Ich erweitere, statt mich zu verbiegen
2025 wird für mich das Jahr des Reifens. Ich starte mit Corporate Trainings und VHS-Workshops. Formate, in denen echte Begegnung zählt, nicht Reichweite. Ich hab keine Lust mehr, mich zu verbiegen, um ins Social-Media-Raster zu passen. Das gehört definitiv zu den wichtigsten Dingen, die ich nicht mehr mache.
Ich will Tiefe. Substanz. Und Menschen, die wirklich etwas verändern wollen. Das fühlt sich nicht nach Wachstum im Sinne von „mehr“, sondern nach Wachstum im Sinne von „echter“ an.
Fazit
Ich bin keine Maschine. Ich bin eine kreative Chaotin mit Herz, Verstand, Zyklus (wenn er denn will) und einer beneidenswert großen Schokoladenvorratskiste. 😏
Ich weiß genau, was ich sollte, aber ich weiß inzwischen auch, was ich kann und will. 2025 wird kein Jahr der Disziplin, sondern eins der Balance. Und wenn ich davon auch nur einen dieser Punkte wirklich durchhalte, dann gibt’s zur Belohnung keine Medaille. Sondern noch mehr Schokolade. 🍫🍫🍫
Wenn du dich in dieser Liste wiedererkennst und auch lernen willst, wie du dein Chaos zu deiner Stärke machst, hol dir mein Workbook „Liebe dein Chaos“.
Denn manchmal braucht’s keine neue Struktur, sondern einfach nur die Erlaubnis, du selbst zu sein, mit all deinem wunderbaren Chaos. 🤍
Ich bin Alexandra – Mentorin für kreative Businesschaotinnen, die Struktur wollen, ohne sich in Planungstabellen zu verlieren. Ich unterstütze dich dabei, dein Chaos nicht wegzudrücken, sondern liebevoll zu sortieren. Mit klaren Prioritäten, selbstfürsorglicher Planung und einem strukturbefreiten System, das wirklich zu dir passt. In meinem Blog teile ich Impulse, Tools und Gedanken für alle, die sich zwischen Ideenflut und Alltag nicht selbst vergessen wollen. Wenn du lernen willst, wie du dich selbst organisierst, ohne dich zu verbiegen – dann bist du hier genau richtig.