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Familienhorror Corona

Dieser Artikel entstand durch die Blogparade von Heiko. Da ich mit meiner Familie wie vermutlich die meisten von Corona und den Folgen der Pandemie betroffen war, habe ich die Höhen und Tiefen einmal aufgeschrieben.

Wie sind wir durch die Quarantäne und den Lockdown gekommen?

Durch die Quarantäne sind wir ehrlich gesagt mehr schlecht als recht gekommen. Wir hatten alle Ende Februar 2022 eine Corona-Infektion. Davor hatten wir direkt vor dem ersten Lockdown die Geburt unseres zweiten Sohnes. Für unseren Großen waren das einfach viel zu viele Änderungen, mit denen er klarkommen musste.

Home-Schooling und Homeoffice

Meine Kinder waren zum Glück nicht in der Schule, dafür war der Große ohne Kita schon ordentlich unterfordert. Homeoffice war leider wirklich sehr anstrengend. Denn als Mama hatte leider nicht den Luxus allein sein zu dürfen. Meine Grenzen wurden nicht respektiert. Ich war mitten im Resilienzstudium und konnte die live Webinare nur sehr schwer mitmachen. Da wurden geführte Meditationen durch das Geschrei im Hintergrund wirklich regelmäßig gecrasht.

Unsere Herausforderungen

Mit einem Neugeborenen und einem entthronten Erstgeborenen den ersten Lockdown zu überstehen, war grässlich. Das war für mich persönlich das schlimmste, was ich je erlebt habe. Zudem war es für mich persönlich so ärgerlich, dass ich nun ein Baby hatte, mit dem ich im Gegensatz zum Großen damals endlich all die Dinge tun könnte, die man so macht, wie zum Beispiel: Babyschwimmen, Babymassage und Krabbelgruppe. Und dank der Coronaregeln war alles nicht erlaubt. Was mir alles an Erfahrung geraubt wurde, habe ich im Blogbeitrag “Danke Corona” verfasst.

Was war gut an Corona?

Wir hatten unfassbar viele Eskalationen im Familienalltag, sodass ich uns und mir Hilfe geholt habe. Wir haben uns letzten Endes eine Erziehungsberatung geholt und dadurch bewirkt, dass der Große trotz weiterer Lockdowns in die Kita gehen konnte, weil wir gemerkt haben, dass ihm diese Stütze gefehlt hat. Zudem wäre es wohl auch nicht möglich gewesen, den Kleinen auch früher als geplant in die Kita zu bekommen, wenn wir nicht die Erziehungsberatung gehabt hätten. Für mich habe ich mir eine Therapeutin gesucht. Tatsächlich wäre ich wohl ohne Corona nicht auf die Idee gekommen, Resilienz zu studieren, um gerade in Krisenzeiten eine Stütze für Menschen sein zu können.

Nachdem wir zehn Tage in Quarantäne waren, habe ich endlich gelernt zu kommunizieren. Aber auch nur, weil mein Mann mir klar und deutlich gesagt hat, dass er noch nie in seinem Leben sowenig mit einer Person geredet hat. Ich habe mich in diesen zehn Tagen in Selbstmitleid gesuhlt und wirklich lange gebraucht, um zu verstehen, dass ich das meiste nur falsch wahrgenommen habe. Die Erkenntnis, dass es doch auch aus verschiedenen Ecken Hilfe gab, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Als der Große wieder in die Kita gehen durfte, hatten wir statt des großen Gruppenkonzeptes eines die kleinere Gruppe und feste Erzieher. Das war für unser Kind Goldwert. Denn als hochsensibles Kind hatte er sich mit der riesigen Gruppe oft schwergetan. Die kleineren Gruppen haben ihm viel Halt gegeben. Vermisst hat er allerdings, dass die Kinder nur wochenweise die Räume wechseln konnten, um die Infektionskette so niedrig wie möglich zu halten.

Die selbstorganisierten Testmöglichkeiten, die durch den Elternbeirat und die Kita ermöglicht wurden, sind mir auch positiv in Erinnerung geblieben. So war es für uns so stressfrei wie möglich um eine tägliche Testung durch vertraute Personen zu schaffen.

Unterstützung in Corona-Zeiten

Mehr Unterstützung für Selbstständige und Eltern. Dieses Gefühl, dass quasi die Kinder die Hauptschuld an der Verbreitung dieses Virus sein sollten, hat mich sehr mitgenommen. Den Kindern erklären zu müssen, dass sie schuld sein könnten, wenn ihre Großeltern sich infizieren und Schaden nehmen könnten.

Was war mir eine Lehre?

Ich für mich habe gelernt, dass ich von verschiedenen Seiten Hilfe bekommen kann, auch von denen ich es nicht erwartet habe. Für mich ist inzwischen klar, dass ich viel mehr kommunizieren muss. Das in Zukunft weiß, ich muss proaktiv auf Stellen zugehen, um Hilfe zu bekommen seitens der Stadt oder des Landes.

Meine Tipps für Krisen:

  • Onepot Gerichte: geht quasi mit allem. In der Regel nimmst du Fleisch und Gemüse kurz anbraten, mit Brühe aufgießen und Nudel oder Reis dazu geben. Solange kochen lassen, bis kaum noch Wasser da ist.
  • Haushalt aufteilen, wenn möglich mit Partner*in. Vielleicht je nach Alter Kinder mithelfen lassen, macht ein Spiel draus.
  • Beim Kochen auch die Kids und den Mann mithelfen lassen. Wenn das nicht geht, fang morgens schon mit schnippeln an, da sind die meisten Kinder noch gut gelaunt.
  • Verstärkte Kommunikation mit dem/der Partner*in ist wichtig, so können Bedürfnisse schneller erkannt und gewährt werden.
  • Weg vom Perfektionismus, egal wobei. Niemand verurteilt dich, weil es nicht blitzblank ist.
  • Ich habe mir angewöhnt nur noch in Zonen zu putzen nach „der magischen Küchenspüle“ so wird jede Woche ein Raum gründlich gereinigt
  • Raus gehen hilft uns immer am meisten und wenn es nur eine Runde um den Block ist.
  • Wir versuchen uns, wenn möglich gegenseitig Pausen zu ermöglichen, um wieder die Akkus aufzuladen.

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1 Kommentar

  1. Toller Beitrag

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Trackbacks/Pingbacks

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