Kreative Chaotinnen: Fakten, die dich überraschen werden

von | Aug. 4, 2026 | Selbstmanagement | 0 Kommentare

Zehn Tabs offen, drei angefangene Projekte auf dem Schreibtisch und mittendrin die Frage: Bin eigentlich nur ich so? Kurze Antwort: nein. Als kreative Chaotin bezeichne ich Frauen, die selten linear denken, ständig mehrere Ideen gleichzeitig im Kopf haben und sich in klassischen Ordnungssystemen einfach nicht wiederfinden. Ich habe für dich in meinem eigenen Blog gegraben, in Studien gestöbert und in den Biografien bekannter Chaotenköpfe geschmökert, und daraus eine Sammlung mit 134 Fakten gebaut, jeder einzelne für sich lesbar, mit Quelle, wo es eine gibt. Los geht’s.

Herkunft & Geschichte: Woher kommt das Bild der kreativen Chaotin?

  1. Cordula Nussbaum entwickelte 2003/2004 einen neuen „kreativ-chaotischen“ Selbstmanagement-Ansatz, der konsequent auf die Persönlichkeit von Querdenkerinnen eingeht. Der WDR nennt sie „Deutschlands bekannteste Organisations-Expertin“. Quelle
  2. Mit ihrem Bestseller „Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für Kreative Chaoten” prägte Nussbaum den Begriff „kreative Chaoten“ maßgeblich mit. Schon 2009 lobte die Stiftung Warentest die „unkonventionelle Herangehensweise“, mit der sie klassische Zeitmanagement-Methoden an genau diese Zielgruppe anpasst. Quelle
  3. Über die Business-Trainerin Anja Herting bin ich 2021 selbst auf Cordula Nussbaum gestoßen. Das hat mich näher an die kreativen Chaoten und ihre Arbeitsweise herangeführt, ich schreibe selbst: „Sie ist schuld, dass ich mich umpositioniert habe.“ Mein Artikel dazu
  4. Der Begriff „Flow“ stammt vom Psychologen Mihály Csíkszentmihályi, der in den 1970er Jahren begann, den Zustand des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit zu erforschen.
  5. 1978 führten die Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes den Begriff „Impostor Phenomenon“ ein, nachdem sie bei besonders erfolgreichen Frauen ein wiederkehrendes Selbstzweifel-Muster beobachtet hatten. Quelle: Wikipedia
  6. Mitte der 1990er Jahre prägte die US-Psychologin Elaine Aron die Begriffe „Highly Sensitive Person“ und „Sensory Processing Sensitivity“. Quelle
  7. 2006 brachte die Karriereberaterin Barbara Sher mit ihrem Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“ den Begriff „Scanner-Persönlichkeit“ in Umlauf. Quelle
  8. 2015 hielt die Autorin Emilie Wapnick ihren TED-Talk „Why some of us don’t have one true calling“ und prägte damit den Begriff „Multipotentialist“.
  9. Der Maler Salvador Dalí brachte es schon vor Jahrzehnten auf den Punkt: „Hab keine Angst vor der Perfektion, du wirst sie nie erreichen.“
  10. Der Satz „Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was repräsentiert dann ein leerer Schreibtisch?“ wird gern Albert Einstein zugeschrieben. Recherchen zufolge stammt er aber vermutlich gar nicht von ihm, der wahre Urheber ist bis heute unbekannt. Quelle
  11. Auf meinem eigenen Blog nenne ich genau diese Frauen „kreative Chaotinnen“, der Begriff, der diesem ganzen Artikel seinen Namen gibt. Meine Kategorie dazu

Kreative Chaotinnen in Zahlen

  1. Meine „20-Minuten-Sprint-Regel“: 20 Minuten fokussiert arbeiten, 5 Minuten Pause, das bringt kreative Chaotinnen laut meiner Erfahrung leichter in den Fokus als lange Arbeitsblöcke. Mein Artikel
  2. Meine Faustregel für Mini-Pausen: nach spätestens 60 bis 90 Minuten intensiver Arbeit eine bewusste Unterbrechung einlegen.
  3. Eine Achtsamkeitspraxis braucht laut Studienlage mindestens 8 Wochen, um dein Stresslevel wirklich zu senken.
  4. Meine Atem-Formel gegen akuten Stress: 4 Sekunden einatmen, 2 Sekunden halten, 6 Sekunden ausatmen, 3 bis 5 Mal wiederholt. Mein Artikel zu Stress
  5. An meiner Blogparade „Zeige deinen Schreibtisch“ beteiligten sich über 19 andere Bloggerinnen und Blogger mit eigenen Beiträgen. Die Blogparade
  6. In meinem Artikel „Kreative Chaotin und erfolgreich“ liste ich genau 7 Stärken auf, die du sofort für dich nutzen kannst. Artikel
  7. In meinem Artikel zur schwarzen Pädagogik nenne ich 7 Gründe, warum du dich als kreative Chaotin damit beschäftigen solltest. Artikel
  8. Gegen Perfektionismus habe ich 7 konkrete Tipps zusammengestellt, von Zeitlimits setzen bis Ansprüche runterschrauben. Artikel
  9. ADHS wird bei Jungen im Kindesalter etwa 7-mal so häufig diagnostiziert wie bei Mädchen. Quelle
  10. Im Erwachsenenalter kippt das Verhältnis fast: Hier werden Frauen und Männer etwa gleich häufig positiv auf ADHS getestet. Quelle
  11. Frauen bekommen ihre ADHS-Diagnose im Schnitt 4 Jahre später als Männer, und damit auch 4 Jahre später Hilfe. Quelle
  12. Über 50 Prozent der erwachsenen ADHS-Patient:innen entwickeln zusätzlich eine Depression oder Angststörung. Quelle
  13. Rund jedes 20. Kind ist von ADHS betroffen. Quelle: Spektrum
  14. Eine niederländische Studie mit 200 ADHS-Betroffenen fand über 50 verschiedene positive Eigenschaften, gebündelt in 5 Kernmerkmalen: Kreativität, Dynamik, Flexibilität, sozial-emotionale Kompetenz und kognitive Fähigkeiten. Quelle
  15. In dieser Studie berichteten Frauen mit 51 zu 27 Prozent deutlich häufiger als Männer von mehr Flexibilität durch ihr ADHS. Quelle
  16. Eine Studie aus dem Jahr 2011 zeigte: Erwachsene mit ADHS erzielten in Kreativitätstests höhere Werte als Menschen ohne ADHS, besonders in darstellenden Künsten. Quelle
  17. Laut Studien aus den 1980er Jahren stufen sich 2 von 5 erfolgreichen Menschen insgeheim selbst als Hochstapler ein. Quelle: Wikipedia
  18. Nach neueren Studien fühlen sich rund 70 Prozent aller Menschen zumindest zeitweise wie Hochstapler. Quelle: Wikipedia
  19. Andere Untersuchungen kommen sogar auf bis zu 82 Prozent. Quelle
  20. Schätzungen zufolge sind 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung hochsensibel. Quelle
  21. Eine Studie der University of Minnesota fand heraus, dass unaufgeräumte Räume kreativere Ideen hervorbringen als aufgeräumte. Ein 2019 mit mehr Testpersonen wiederholtes Experiment fand diesen Effekt allerdings nicht mehr. Quelle
  22. 2023 gab es in Deutschland rund 1,2 Millionen selbstständige Frauen, ein Drittel aller Selbstständigen. Quelle
  23. Der Anteil der Gründerinnen an allen Unternehmensgründungen lag 2023 bei rund 44 Prozent. Quelle: Statista
  24. Mütter mit ein bis zwei Kindern sind in Deutschland zu über 60 Prozent erwerbstätig. Quelle

Erfolgsgeschichten: Was kreative Chaotinnen schon alles erreicht haben

  1. Zu meiner Blogparade „Zeige deinen Schreibtisch“ schrieb Conny Jost von overthemaze.com ein ganzes Interview mit ihrem eigenen Schreibtisch. Ihr Beitrag
  2. Susanne Pohl beschrieb ihren Schreibtisch als treuen Begleiter, der sie seit 20 Jahren durch verschiedene Lebensabschnitte trägt. Ihr Beitrag
  3. Heiko Metz schrieb über seinen Schreibtisch als Symbol für eine neue Lebensrichtung nach einem Burnout. Sein Beitrag
  4. Unter meinem Artikel „Businesschaotin“ kommentierte die Autorin Christine Collet, dass sich „Scannerinnen“ bei mir bestens aufgehoben fühlen. Artikel
  5. Meine Blogparade „Wege in den kreativen Flow“ entstand in Zusammenarbeit mit der Bloggerin Vera von Vesa Stimmcoaching. Ihre Blogparade
  6. Sabine Landua rief zur Blogparade „Fokus trotz Ideenflut“ auf, meinen Beitrag dazu lobte sie ausdrücklich in ihrem Kommentar. Ihre Blogparade
  7. Historische Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Vincent van Gogh und Wolfgang Amadeus Mozart gelten unter Fachleuten als mögliche, rückwirkend natürlich nicht beweisbare Beispiele für ADHS-typisches Denken. Quelle
  8. Auch Leonardo da Vinci wird häufig als möglicher historischer ADHS-Fall diskutiert, unter anderem wegen seiner vielen unvollendeten Projekte. Quelle
  9. Emma Watson, Justin Timberlake und der Unternehmer Richard Branson haben sich öffentlich zu ihrem ADHS bekannt. Quelle
  10. Auch Bill Gates, Steve Jobs und Will Smith tauchen in Listen erfolgreicher Menschen mit vermutetem oder bekanntem ADHS auf. Quelle
  11. David Neeleman, Gründer der Fluggesellschaft JetBlue, führt sein unkonventionelles Denken, darunter die Erfindung des elektronischen Flugtickets, ganz offen auf sein ADHS zurück. Quelle

Meine eigenen Fakten als kreative Chaotin

  1. Ich habe Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass Perfektionismus ein fester Bestandteil meines Lebens ist. Mehr dazu
  2. Ich war lange nie mit dem zufrieden, was ich abgeliefert habe, egal ob bei der Arbeit, in meiner Mutterrolle oder bei meinem Aussehen.
  3. Erst als ich merkte, dass andere Menschen mich völlig anders wahrnehmen als ich mich selbst, bin ich dem Grund für mein Streben nach Perfektion nachgegangen.
  4. Als Autorin und DIY-Begeisterte kenne ich kreative Blockaden nur zu gut. Als Resilienztrainerin weiß ich: Das ist kein Zeichen von Unfähigkeit, sondern ein Hilferuf meines Nervensystems. Mehr dazu
  5. Für meinen kreativen Flow brauche ich vor allem eines: eine positive Stimmung. Das erreiche ich zuerst dadurch, dass alle meine körperlichen Bedürfnisse erfüllt sind. Ja, auch Schokolade darf dazugehören.
  6. Ich habe mir eine eigene Lieblingsplaylist erstellt, die ich extra für meinen Flow anmache.
  7. Als hochsensible Person brauche ich vor allem eines für meinen Flow: Ruhe von außen. Es darf mich niemand stören.
  8. Deshalb arbeite ich auch sehr gern völlig allein.
  9. Ich brauche immer wieder einen Timer, der mich daran erinnert, auch mal kurz etwas anderes zu machen, denn im Flow vergesse ich sonst gerne alles um mich herum.
  10. Mir ging es wohl wie manch anderer kreativen Chaotin: Ich wurde als Baby zeitweise allein gelassen und hatte dadurch nicht von Anfang an die Chance, tiefe Beziehungen aufzubauen. Mehr dazu
  11. Ich habe die „Balance & Chaos Methode“ entwickelt, weil ich die Nase voll hatte von Schablonen, starren Zeitplänen und 5-Uhr-Morgens-Routinen. Mein Artikel
  12. Ich arbeite mit meinen Mentees zyklisch und energiebasiert, mit einer Struktur, die atmet.
  13. Fokus trotz Ideenflut funktioniert bei mir nur, wenn ich meinem Flow vertraue, meinen Ideen Platz gebe und nicht versuche, mich jeden Tag gleich zu fühlen.
  14. Wenn mich akuter Stress überrollt, suche ich mir meinen Mann zum Kuscheln. Er ist zwar nicht immer begeistert, aber ich bin danach spürbar entspannter. Mehr Anti-Stress-Tipps

Wie kreative Chaotinnen wirklich denken

  1. Fachlich nennt man non-lineares, sprunghaftes Denken „divergentes Denken“, die Fähigkeit, aus einem Problem heraus mehrere Lösungswege gleichzeitig zu entwickeln.
  2. In meinem Artikel „Fokus trotz Ideenflut“ beschreibe ich es so: Kreative Chaotinnen springen gedanklich von A nach Z, statt Schritt für Schritt von A nach B zu gehen. Artikel
  3. Eine Studie zu divergentem Denken fand geschlechtsspezifische Unterschiede: Männer greifen eher auf Faktenwissen zurück, bei Frauen sind eher Gehirnregionen für Perspektivwechsel und Empathie aktiv. Quelle
  4. Ich nenne kreative Chaotinnen in einem Artikel augenzwinkernd „die Sherlock Holmes des Business-Denkens“, weil sie Verbindungen erkennen, die anderen verborgen bleiben. Artikel
  5. In meinem Artikel „Businesschaotin“ beschreibe ich, wie diese Frauen blitzschnell Verbindungen zwischen scheinbar unzusammenhängenden Themen herstellen können. Artikel
  6. Neuere Forschung deutet darauf hin, dass „defokussierte Aufmerksamkeit“, wie sie bei ADHS auftritt, eine kraftvolle Quelle kreativen Denkens sein kann. Quelle
  7. ADHS und Kreativität hängen unter anderem über „Mind-Wandering“ zusammen, das bewusste Abschweifen der Gedanken, das neue Ideenverknüpfungen ermöglicht.
  8. Ich beschreibe das „chaotische“ Gehirn kreativer Chaotinnen gern als Hochleistungscomputer, der mehrere Programme gleichzeitig laufen lässt, ohne abzustürzen. Artikel
  9. In meinem Artikel „Kreative Chaotin und erfolgreich“ schreibe ich: Die besten Ideen kommen dir oft aus dem Nichts, zum Beispiel unter der Dusche oder beim Autofahren. Artikel
  10. Der klassische 9-to-5-Rhythmus passt laut meiner Erfahrung selten zu kreativen Chaotinnen, viele arbeiten lieber nachts oder früh morgens.

Die Superkräfte kreativer Chaotinnen

  1. „Dein Gehirn ist nicht kaputt, es denkt nur anders, und genau das ist deine Superkraft“, schreibe ich in meinem Artikel „Kreative Chaotin und erfolgreich“. Artikel
  2. Ich beschreibe die vermeintliche „Unorganisiertheit“ kreativer Chaotinnen als eine hochkomplexe Form der Organisation, nur eben eine andere als die klassische. Artikel
  3. Kreative Chaotinnen, die als Mütter selbstständig sind, jonglieren laut meiner Erfahrung intuitiv Familie, Business und Haushalt gleichzeitig.
  4. Businesschaotinnen bringen laut meinem Artikel als größtes Kapital Kreativität, Flexibilität und die Fähigkeit mit, aus dem Nichts heraus etwas zu erschaffen. Artikel
  5. Herausforderungen im Flow-Zustand zu meistern, stärkt laut Forschung das Selbstvertrauen und fördert die persönliche wie berufliche Entwicklung.

Die Schattenseiten: Blockaden, Perfektionismus und Co.

  1. In meinem Artikel über kreative Blockaden beschreibe ich ein typisches Symptom: 1000 Ideen für ein neues Projekt, aber keine fühlt sich „richtig“ an. Artikel
  2. Ein typisches Prokrastinations-Symptom kreativer Chaotinnen laut meinem Artikel: das Stofflager zum zehnten Mal nach Farben sortieren, statt zu produzieren.
  3. Kreative Blockaden entstehen laut meinem Artikel meist nicht plötzlich, sondern stauen sich über Zeit durch innere und äußere Faktoren auf.
  4. Unter Stress schaltet das Gehirn in einen Überlebensmodus und priorisiert nur noch das Notwendige, Kreativität fällt dabei oft durchs Raster.
  5. Kreative Blockaden zeigen sich körperlich zum Beispiel durch Müdigkeit, Anspannung, Kopfschmerzen oder ein flaues Gefühl im Magen. Artikel
  6. Ein typisches Blockade-Verhalten laut meinem Artikel: Plötzlich wird aufgeräumt, gescrollt oder alles andere getan, nur nicht am eigentlichen kreativen Projekt gearbeitet.
  7. Perfektionismus ist per Definition die Überzeugung, dass alles, was nicht perfekt ist, nicht akzeptabel ist. Mein Artikel
  8. Der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ ist häufig die eigentliche Wurzel hinter Perfektionismus, schreibe ich in meinem Artikel dazu.
  9. Perfektionismus kann laut Forschung zu Stress, Burnout und sogar Depressionen führen.
  10. Schwarze Pädagogik fördert Perfektionismus und die Angst vor Fehlern, beides bremst laut meinem Artikel die kreative Freiheit aus. Artikel
  11. Wer mit schwarzer Pädagogik aufgewachsen ist, hat oft gelernt, dass Selbstfürsorge etwas Egoistisches ist.
  12. Schuldgefühle sind laut meinem Artikel ein zentraler Mechanismus schwarzer Pädagogik: Man ist nur gut, wenn man sich an Regeln hält und Verantwortung für andere übernimmt.
  13. Burnout beginnt laut meinem Artikel zu Stress schleichend, oft mit Symptomen wie Schlafstörungen, Gereiztheit und chronischer Müdigkeit, die lange ignoriert werden. Artikel
  14. In meinem Stress-Artikel liste ich 10 Dauerstress-Warnzeichen auf, zeigst du mehr als 3 davon, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf dein Stresslevel.

Rituale, Gewohnheiten und der berühmte Flow

  1. Eine feste Routine kann laut meinem Flow-Artikel deinem Gehirn signalisieren, dass es Zeit für den Flow-Zustand ist.
  2. Der Flow-Zustand zeichnet sich laut Csíkszentmihályis Definition durch intensive Konzentration, ein verzerrtes Zeitgefühl und ein Gefühl der Kontrolle aus.
  3. Flow entsteht laut Forschung am ehesten, wenn eine Aufgabe herausfordernd, aber machbar ist, weder unter- noch überfordernd.
  4. Der Mythos, Flow sei jederzeit und ohne Anstrengung erreichbar, stimmt laut meinem Artikel nicht. Er braucht Vorbereitung und die richtige Umgebung. Artikel
  5. Meine „Ideenfänger-Strategie“: Geistesblitze kurz per Sprachnotiz festhalten, statt sie zu unterdrücken. Artikel
  6. Mein „Themenkomplex-Ansatz“ ersetzt starre To-Do-Listen: ein Vormittag nur fürs Marketing, ein Nachmittag nur für Kundenbetreuung, innerhalb des Rahmens darf frei gesprungen werden.
  7. Mein „Kreativitätspuffer“: bewusst eingeplante Leerräume von 10 bis 15 Minuten, keine Zeitverschwendung, sondern eine Investition in die kreative Kraft.
  8. Meine „Energie-vor-Zeit-Philosophie“: mit den eigenen natürlichen Rhythmen arbeiten statt dagegen, auch wenn die beste Idee erst um 22 Uhr kommt.
  9. In meinem Artikel zu Gewohnheiten empfehle ich, neu Gewohnheiten klein zu starten, eine einzelne Gewohnheit nach der anderen. Artikel
  10. Ein hartnäckiger Mythos, den ich in meinem Gewohnheiten-Artikel widerlege: Gewohnheiten würden Kreativität wegnehmen. Tatsächlich geben sie ihr erst die Struktur, die sie zum Wachsen braucht.
  11. Bewegung wirkt laut meinem Stress-Artikel bei akutem Stress wie ein Ventil, die Anspannung wird regelrecht entladen.
  12. Körperkontakt schüttet Oxytocin aus, das dem Stresshormon Cortisol entgegenwirkt.
  13. Eustress, die gute Variante von Stress, fühlt sich laut meinem Artikel wie ein Energieschub an und bringt viele kreative Chaotinnen erst richtig in den Flow.

Selbstmanagement-Methoden neu gedacht

  1. „Eat the Frog“ geht auf ein Mark Twain zugeschriebenes Zitat zurück: „If it’s your job to eat a frog, it’s best to do it first thing in the morning.“ Populär als Produktivitätsmethode gemacht hat es der Autor Brian Tracy. Mein Artikel dazu
  2. In der Psychologie heißt das Phänomen, dass unerledigte Aufgaben besonders hartnäckig im Kopf aktiv bleiben, Zeigarnik-Effekt. Genau deshalb fühlt sich ein ungegessener Frosch oft größer an, als er ist.
  3. Getting Things Done (GTD) wurde von David Allen in den frühen 2000er Jahren entwickelt und basiert auf fünf Schritten: Sammeln, Verarbeiten, Organisieren, Durchsehen, Erledigen. Mein Artikel dazu
  4. Als ich GTD zum ersten Mal ausprobiert habe, dachte ich nach 10 Minuten nur: „Moment. WIE VIELE Listen soll ich führen?!“
  5. Das Pareto-Prinzip ist benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto: 80 Prozent der Ergebnisse kommen von 20 Prozent der Ursachen. Mein Artikel dazu
  6. Die Ivy Lee Methode entstand 1918: Der Berater Ivy Lee soll sie dem Stahlmagnaten Charles M. Schwab für umgerechnet hunderttausende Dollar verkauft haben. Mein Artikel dazu
  7. Das Prinzip der Ivy Lee Methode: Schreib abends die 6 wichtigsten Aufgaben für den nächsten Tag auf, sortiert nach Priorität, und arbeite sie der Reihe nach ab.
  8. Die Eisenhower-Matrix ist benannt nach dem US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower und teilt Aufgaben in vier Quadranten: wichtig und dringend, wichtig aber nicht dringend, dringend aber nicht wichtig, weder noch. Mein Artikel dazu
  9. In einem Coaching bin ich mehrfach an der Eisenhower-Matrix gescheitert, weil sich in meinem Kopf fast alles gleichzeitig dringend und wichtig anfühlt.
  10. In meinem Artikel dazu vergleiche ich lineares Denken mit einer Perlenkette und mein eigenes, non-lineares Denken mit einem Spinnennetz, in dem alles mit allem verbunden ist.
  11. Die Pomodoro-Technik wurde in den 1980er Jahren von Francesco Cirillo entwickelt, benannt nach seiner tomatenförmigen Küchenuhr („pomodoro“ ist italienisch für Tomate). Mein Artikel dazu
  12. Klassisches Pomodoro-Intervall: 25 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause, nach 4 Runden eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten.
  13. Ich empfehle, notfalls mit nur 5-Minuten-Arbeitsintervallen zu starten, wenn 25 Minuten am Anfang zu viel sind, denn 5 Minuten sind immer noch mehr als 0.
  14. In meinem Selbstmanagement-Toolkit vergleiche ich klassisches Zeitmanagement mit einem Fahrplan mit festen Abfahrtszeiten und Selbstmanagement mit einem Kompass, der die Richtung zeigt, aber Raum für Umwege lässt. Mein Toolkit-Artikel
  15. Zu meinen empfohlenen digitalen Tools für kreative Chaotinnen zählen Notion, Trello, Todoist, Miro und Airtable.
  16. Zu meinen empfohlenen analogen Tools zählen das Bullet Journal, Post-its, Whiteboards und klassische Notizbücher.

ADHS und kreative Chaotinnen

  1. Bei Mädchen und Frauen tritt häufiger die eher unauffällige, hypoaktive Form auf statt der klassischen hyperaktiven ADHS. Quelle
  2. Viele Frauen mit ADHS entwickeln über Jahre Strategien, um ihre Schwierigkeiten nach außen hin zu überdecken, unter anderem durch ausgeprägten Perfektionismus. Quelle
  3. Die ADHS-Forschung war laut Spektrum-Artikel lange stark defizitorientiert, erst allmählich rücken auch die Stärken der Betroffenen in den wissenschaftlichen Fokus. Quelle
  4. In meinem Selbstmanagement-Toolkit beschreibe ich, wie ADHS-Tendenzen bei kreativen Chaotinnen aussehen können: zwischen stundenlangem Hyperfokus und einer Aufmerksamkeit, die wie ein Pingpongball von einem Thema zum nächsten springt. Mein Toolkit-Artikel

Das Impostersyndrom kreativer Chaotinnen

  1. Clance und Imes beobachteten das Phänomen 1978 ursprünglich bei besonders erfolgreichen Frauen, die trotz nachweisbarer Leistungen glaubten, nicht besonders intelligent zu sein. Quelle: Wikipedia
  2. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020 zeigt: Frauen sind zwar häufiger betroffen, aber auch Männer leiden substanziell unter dem Impostersyndrom. Quelle: Wikipedia
  3. Menschen mit Impostersyndrom schreiben Erfolge meist externen Ursachen wie Glück oder Zufall zu, Misserfolge dagegen der eigenen mangelnden Fähigkeit. Quelle: Wikipedia
  4. Das Impostersyndrom gilt laut dem Fachmagazin Page in kreativen Berufen wie Schreiben, Kunst oder Design als besonders ausgeprägt, weil Erfolg dort schwer objektiv messbar ist. Quelle
  5. Ein wichtiger erster Schritt zur Überwindung ist laut Forschung schlicht die Erkenntnis, dass es das Impostersyndrom überhaupt gibt. Quelle: Wikipedia

Scanner-Persönlichkeit und Multipotentialität

  1. Scanner-Persönlichkeiten bewegen sich laut Definition neugierig durch viele verschiedene Themen, Berufe und Hobbys, im ständigen Wechsel von Kennenlernen, Hineinstürzen und Weiterziehen. Quelle
  2. Barbara Sher unterscheidet insgesamt 9 verschiedene Scanner-Typen. Quelle
  3. Multipotentialität beschreibt die Fähigkeit und das Interesse, mehrere verschiedene Aktivitäten und Berufsfelder zu verfolgen, statt sich auf eines festzulegen. Quelle
  4. Emilie Wapnick beschreibt in ihrem TED-Talk drei Superkräfte von Multipotentialisten: Ideensynthese, schnelles Lernen und Anpassungsfähigkeit. Quelle: TED

Hochsensibilität bei kreativen Chaotinnen

  1. Hochsensibilität beschreibt laut Elaine Aron eine erhöhte Empfänglichkeit für sensorische und emotionale Reize sowie eine besonders tiefe Verarbeitung von Informationen. Quelle
  2. Die Annahme, dass rund 15 bis 20 Prozent der Menschen hochsensibel sind, wurde seit Arons erster Forschung durch zahlreiche weitere Studien bestätigt. Quelle
  3. Für mich als hochsensible kreative Chaotin ist Ruhe von außen die wichtigste Voraussetzung, um überhaupt in den Flow zu kommen. Mein Artikel

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