Die Erkenntnis, dass ich selbst ein kreativer Chaot bin, kam in einem Workshop von Anja Herting. Hier hörte ich das erste Mal davon und von Cordula Nussbaum. Ihr Buch „Organisieren sie noch oder leben sie schon“ hat mir einige neue Infos gegeben. Allerdings stellte ich dennoch fest, dass ich mich nicht mit allem einig war. Wie ich das ganze sehe und was ich draus gemacht habe und wie du dein Chaos in Einklang mit deinem Alltag bringen kannst, liest du im folgenden Beitrag.
Inhaltsverzeichnis
Einfach anders nennen?
Frau Nussbaum geht die Abneigungen gegen Pläne, Struktur, Ziele und so weiter mit der Taktik an: nutze ein anderes Wort dafür und schon fällt es dir leichter. Das kann klappen oder auch nicht. Tatsächlich funktioniert es nur, wenn du auch deine Einstellung dazu änderst. Ob nun Ziele oder Leitsterne, wenn es mir schwerfällt, Ziele oder Leitsterne zu stecken, ändert das nichts. Du darfst erst mal herausfinden, warum dir das schwerfällt. Ob du unter anderem schlechte Erfahrungen damit gemacht hast oder es dir anders vorgelebt wurde und du es daher unbewusst übernommen hast.
Fremdbestimmtes Chaos
Oft ist es gar nicht das eigene Chaos, dass einen aus der Bahn wirft, sondern das fremdbestimmte Chaos. Also alles, was von außen auf dich wirkt. Die Termine für Familienmitglieder, Meetings und Abgabetermine etc. Wie viel davon kannst du beeinflussen? Frage dich öfter mal, was kannst du daran vielleicht ändern. Das bedeutet eventuell auch, dass du lernen musst dich abzugrenzen und zu Menschen nein, die das auch erst mal nicht gewöhnt sind.
Selbstmanagementmethoden
Nicht jeder kennt alle Selbstmanagement Methoden. Nur wird oft die bekannte Methode 1:1 übernommen und sich dann gewundert, warum es nicht klappt. Du solltest dir erst einmal die Mühe machen, alle für dich sinnvollen Methoden zu testen. Denn als kreativer Chaot passt nicht jede für dich. Vor allem darfst du nicht vergessen, dass du alle auf dich anpassen kannst. Probiere dich nach Lust und Laune aus. In meinem Workbook habe ich dir alle gängigen aufgeführt und zum Teil auch angepasste Strategien für einige herausgearbeitet.
Das Chaos lassen
Oft soll es weg, das Chaos, denn in unserer Gesellschaft hat es eine negative Bewertung. Dabei ist es bei so vielem die Sichtweise darauf. Wie viele Künstler hatten es schwer, weil ihre Kunstwerke in den Augen mancher Menschen grässlich aussahen. Zum Beispiel Jackson Pollock mit seinen Werken im Stil des Abstrakter Expressionismus. Ich will nicht wissen, was der sich anfangs anhören musste. Gut, dem ging es vielleicht nicht so, aber sicher vielen Künstlern vor ihm. Wer kreativ ist, hat oft eine völlig andere Sichtweise auf die Welt und die Systeme. Wenn du mit deinem Chaos zufrieden bist und damit klarkommst, dann lass es. Auch Einstein wurde für seine chaotische Arbeitsweise belächelt. Wenn du nach kreativen Chaoten googelst, wirst du auf viele Seiten treffen, die dich als faul abstempeln. Das ärgert mich sehr, denn du bist nicht die Einzige, die so tickt und das ist auch gut so.
Aus der Planfalle ausbrechen
Wie oft tun wir Dinge, weil man das eben so macht? Plane deine Woche, deinen Tag, deinen Monat und dein Jahr vor, sonst bist du nicht erfolgreich, oder ordentlich und schon gar keine richtige Unternehmerin. Aber was, wenn du das einfach gar nicht so umsetzen kannst, wie das alle so schön fordern? Es kann viele Gründe dafür geben, warum es bei dir nicht so klappt wie bei anderen. Dir ist vielleicht gar nicht bewusst, dass du deinen Fokus nicht auf die Sache, sondern auf die Menschen legst. Das ist ein Merkmal als kreativer Chaot. Für dich stehen Menschen immer im Vordergrund, somit kann es passieren, dass du bei deiner ganzen Planung vieles anders siehst als deine Mitmenschen. Am Schluss sitzen deine Prioritäten ganz anders und du kommst wie so oft mit den üblichen Systemen nicht klar.
Sich bewusst machen, was du willst
Wichtig für dich ist, herauszufinden, was du wirklich willst.
- Stört dich dein Chaos?
- Stört dich, dass du ständig für andere parat bist, aber nie wirklich für dich?
- Stört dich das du keinen Einfluss auf das entstehende Chaos hast, weil er von anderen Menschen verursacht wird?
Um das herauszufinden und auch wie du weniger Stress dadurch haben kannst, indem du besser weißt wie du als kreativer Chaot tickst, empfehle ich dir mein Workbook.

Ich bin Alexandra – Mentorin für kreative Businesschaotinnen, die Struktur wollen, ohne sich in Planungstabellen zu verlieren. Ich unterstütze dich dabei, dein Chaos nicht wegzudrücken, sondern liebevoll zu sortieren. Mit klaren Prioritäten, selbstfürsorglicher Planung und einem strukturbefreiten System, das wirklich zu dir passt. In meinem Blog teile ich Impulse, Tools und Gedanken für alle, die sich zwischen Ideenflut und Alltag nicht selbst vergessen wollen. Wenn du lernen willst, wie du dich selbst organisierst, ohne dich zu verbiegen – dann bist du hier genau richtig.