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Liebe Mama: Du schaffst das schon

Dieser Blogbeitrag entstand im Zuge der Blogparade von Jenny. Meinem frisch gebackenen Mama-Ich habe ich wirklich einiges zu sagen, das liest du in diesem Beitrag.

Ängste und Erwartungen

Liebes Mama-Ich deine ganzen Ängste sind unbegründet, vor allem die in der Schwangerschaft. Aber verständlicherweise, ob du wohl alles richtig machen wirst. Ob ihr das finanziell schaffen könnt. Du wolltest alles anders machen als deine Mutter und Großmutter. Womit du allerdings nicht rechnen wirst, ist der Einfluss, die jahrelangen kindlichen Prägungen auf dich haben werden, die zwangsläufig durchbrechen und dich täglich an die Grenzen bringen werden.

Du wächst über dich hinaus

All das wird dich dazu bringen dich mit dir selbst zu beschäftigen, so lernst du die innere Kindheilung kennen, wirst dich selbstständig machen und endlich mehr zu dir selbst finden. Du wirst dich zu einem Resilienzstudium entscheiden. Lernst das Nein-Sagen und dich gegen die üblichen „das tut man so“ – Aussagen durchzusetzen. Deine Blasenkapazität erhöhst du auch.😂🙊 du wirst lernen, dass bedürfnisorientiert vor allem bedeutet, dass du deine eigenen Bedürfnisse erkennst und sie auch erfüllst.

Du wirst dich verändern

In soviel Hinsicht wirst du dich und deine Sichtweisen verändern. Deine Grenzen kennen und wahren lernen. Dich mit deinen Werten auseinandersetzen. Über gesunde Lebensweise und Zero Waste nachdenken und ausprobieren und zum Teil umsetzen. Dich mit Astrologie, Human Design und Gene Keys auseinandersetzen. Herausfinden, was Beziehung bedeutet und dass du nicht klassisch erziehen willst. Gewaltfreie Kommunikation kennenlernen. Noch viel wichtiger wird die Erkenntnis sein, dass es trans generationale Traumata gibt. So findest du auch heraus, dass das anhaltende fehlende Urvertrauen deines Sohnes tatsächlich durch dich und deine Geburt verursacht wird. Du wirst dich mit der schwarzen Pädagogik beschäftigen. Damit, dass sich die Erziehungsmethoden verändern. Allerdings wirst du merken, dass du mit dem Willen, deine Kinder nicht klassisch erziehen zu wollen, dir wirklich keinen leichten Weg aussuchen wirst.

Dein Mutterrolle

Du wirst dich lange nicht sicher in der Rolle als Mama fühlen. Du wirst auch noch lange nicht die Mutter sein, die du gerne sein möchtest. Dir wird es noch lange an genug Vertrauen zu dir selbst und in das Handeln mit deinen Kindern fehlen. Du hoffst, dass sich dein jahrelanger Kampf gegen die typischen gesellschaftlichen Vorstellungen irgendwann lohnen wird. Dass dein Weg, auch wenn er anstrengend und steinig sein wird, sich in etwas wunderbaren wandeln wird. Noch sind deine Kinder zu klein, um das „Ergebnis“ sehen zu können.

Die Tipps an die Mama

Du wirst so viele Tipps und gut gemeinte Ratschläge erhalten, die dich noch mehr verunsichern werden. Da die meisten eben auch für so viele andere Mamas wohl funktionieren wird nur eben nicht für dich. Du wirst unfassbar viele Ratgeber lesen und dich mit so vielen Themen beschäftigen, unter anderem Highneed Babys, windelfrei, gefühlsstarke und hochsensible Kinder sowie tragen im Tragetuch. Du wirst dich dazu entscheiden den Müttern, den es genauso geht eine Plattform zu geben und einen Blog starten, indem du die Geschichten darstellen wirst. Allerdings wird dir mit der Selbstständigkeit und der Teilzeitstelle mit zwei Kindern nicht mehr genug Zeit für diesen Blog bleiben. Du wirst aber auch merken, wie es sich anfühlt, sich gegen die ganzen gut gemeinten Tipps zu stellen. Wie es ist, sich dagegen zu wehren, die alten Handlungsweisen Kindern gegenüber umzusetzen. Du wirst eine richtige Löwenmama.

Nicht alles so eng sehen

Liebes Mama-Ich nimm dir nicht alles so zu Herzen. Frag dich nicht immer, ob du alles richtig machst. Du wirst Fehler machen und das nicht wenig. Dein Kind wird dadurch sicher keine tyrannisches, herzloses Riesen Arschloch werden. Du allein bist nicht allein dafür verantwortlich, was aus ihm wird. Es ist nicht alles schwarz und weiß, wenn du also die Medienzeit nicht so umsetzt, wie es vorgeschrieben ist, dann darfst du dir das verzeihen. Du darfst dir all deine Fehler verzeihen. Ja, du wirst viel falsch machen und Dinge tun, für die du dich auch Jahre später noch schämen wirst. Sobald du aber gelernt hast, dass du dir Hilfe holen musst, wird es besser werden. Es wird länger dauern als du dir wünscht, du darfst dich also in Geduld üben und dich über jeden noch so kleinen Erfolg freuen. Denn auch wenn du es nicht erkennen kannst, es wird besser und all deine Arbeit an dir wird Früchte tragen.

Vorstellung vs. Realität

Schwangerschaft und Geburt sowie die Babyzeit werden so gar nicht deinen Vorstellungen entsprechen und das, obwohl du dir kaum welche gemacht hast. Du wirst merken, dass dir ein Vorbild fehlt. Die Geschichten, die du zu hören bekommst, werden dir leider auch nicht weiter helfen, denn deine Mutter und Schwiegermutter haben natürlich bei anderes erlebt. Das passt nicht im Ansatz, zu dem, was du erleben wirst. Dein Kind wird dir einiges abverlangen. Du wirst dir Hilfe holen in Form von Therapie und Erziehungsberatung, wirst dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen und auch hier merken, dass du alles was du erfährst auf dich und deine Situation ummünzen musst. Du brauchst lange, um festzustellen, dass es den meisten so geht wie dir, leider spricht niemand darüber. Es ist völlig normal, dass dein Kind nicht allein schlafen möchte, es ist völlig normal, dass dein Kind nicht im Buggy sein möchte, es ist auch völlig normal, dass dein Baby immer nur bei dir sein will.

Dein Wunsch

100 Jahre schwarze Pädagogik haben tiefe Spuren in unserer Gesellschaft und in uns hinterlassen. Du wünschst dir, dass wir endlich erkennen, was unsere Kinder brauchen, dass wir weg von dem ganzen alten Schrott gehen. Dass wir allerdings auch erkennen müssen, dass eine junge Mutter viel Unterstützung benötigt, um eben nicht die ganzen alten Tipps umsetzen zu wollen, da die bedürfnisorientierte, gewaltfreie Erziehung nun mal wirklich wesentlich mehr Kraft kostet. Sich auf seine Intuition zu verlassen und sich gegen eine ganze Gesellschaft sowie zum Teil die eigene Familie anzutreten ist ein enormer Kraftakt! Du wünschst dir, dass es hierfür endlich eine ordentliche Anlaufstelle für frischgebackene Mamas gibt.

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2 Kommentare

  1. Liebe Alexandra,

    vielen lieben Dank für Deinen Beitrag und Deine Zeilen, sowie Deine Offenheit. Ich habe mich in Vielem, was Du schreibst wiedererkannt und bin hier auch noch auf dem Weg.

    Ich denke unsere Generation wird hier soviel Wandel in die Erziehung und Zukunft bringen bzw hoffe ich das. Daher auch von meiner Seite Danke für Dein Wirken und Sein!

    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
    • Ich fürchte, dass es noch einige Generationen andauern wird. Hoffentlich haben meine Enkelkinder (sofern ich welche bekomme) haben was von unserer Arbeit.

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