Mein Motto für 2026: Ich mache es trotzdem.

von | Jan. 10, 2026 | Selbstmanagement | 1 Kommentar

Gegen Ende 2025 hat ein Impuls von Anna Koschinski in der Blognacht mit dem Titel nicht schon wieder etwas ziemlich Großes angestoßen. Viel zu lange schon lässt mich ein Glaubenssatz am Wachsen hindern. Dadurch blockiere ich mich oft noch immer. Allein dieser Blogartikel wird dadurch genauso blockiert. Reicht es aus, was ich da schreibe? Will das überhaupt jemand lesen? Immer dieser Satz: Ist das gut genug? 🙊 Getreu meinem Motto für 2026 mach ich’s trotzdem.

Ich mache es trotzdem: Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen werde 

Dieses Motto bedeutet für mich 3 Dinge:

1. Ich mach’s trotzdem, obwohl ich glaube, ich bin nicht gut genug

Puh, ja also das ist der Plan. 🤣 Wenn ich so zurückblicke, dann seh ich da schon wirklich viele Momente, in denen ich mich nicht davon abhalten lassen habe. Und das muss ich auch erst mal vielleicht, um mir selber genug Mut zuzusprechen.

Da war der Blog, den ich gestartet habe. Damals wie heute, ist mein Warum dahinter einfach immer noch größer, als die Angst, es nicht gut genug machen zu können.

Wer von euch selbstständig ist, weiß einfach, was das bedeutet. Keine Ahnung in was ich mich alles reinfuchsen musste, nur weil ich mir anfangs nicht die Unterstützung leisten konnte. WordPress, E-Mail-Marketing (ich sag nur: Automationen 🙄). Landingpages basteln, ich weiß nicht, was noch alles für Technik, die ich inzwischen wahrscheinlich so gut aus dem FF kann, dass ich gar nicht mehr weiß, was das für eine Geburt war.

Erstmal als virtuelle Assistentin, weil ich dachte, bissl Buchhaltung, das bekomme ich schon hin. Und dann ging’s los Unterlagen online versenden und sichten und schließlich an den Steuerberater weiterleiten. Geschützte Wege, um Passwörter zu erhalten. Das hatte ich mir so gar nicht vorgestellt. Ich habe mich dann aber getraut, mich zur Organisationsmentorin umzu­positionieren. Obwohl ich da auch noch null Plan hatte, was das eigentlich heißt. 😅

Apropos Geburt: Ja also Kinder habe ich auch bekommen, ohne vorher darüber nachzudenken, was das bedeutet. Ich habe letztendlich einen Blogartikel darüber geschrieben, was eine gute Mutter für mich heißt, um mich von dem unsinnigen Glaubenssatz zu lösen, ich sei keine gute Mutter.

Ich habe eine Teilzeitstelle angenommen und hatte null Plan, was auf mich zukommt. Bin permanent in Situationen gerutscht, wo ich dachte… WTF? Ich hab keinen Plan, was ich hier tue. Trotzdem mache ich weiter.

Ich sag dir weiter unten, wie das konkret aussehen wird.

2. Zu alt oder nicht alt genug

Ich sage meiner Therapeutin seit Jahren: „Mit 50 geht es bei mir richtig los.“ Das liegt ein bisschen an den Gene Keys und dem Human Design, und ich hab’s auch schon immer gespürt. Da geht es um die Phase 3 im Leben, so ab ca. 50 habe ich die Rolle des Vorbilds inne, meine Weisheit wird sichtbar und andere suchen meinen Rat. Ich muss nicht mehr erklären, werde wahrgenommen.

Dann schreibe ich das Fantasybuch fertig (gut(gut,mutlich brauche ich wirklich noch so lange, denn das Ding wird episch lang.🙊). Mein Körper wird sich bis 50 noch so oft verändern, allein altersbedingt. Entweder ich kann ihn in diesem „Zustand“ annehmen und akzeptieren oder ich werde es nie schaffen. Für mich bedeutet es schon, mich voll und ganz annehmen zu können, auch meinen Körper annehmen zu können.

Dass ich innerlich auf diese Reifephase warte, kommt nicht von ungefähr. Wir leben noch immer in einer Leistungsgesellschaft, in der Akzeptanz an Bedingungen geknüpft ist. Erst leisten, erst wachsen, erst weiter sein und dann darf es leichter werden. Dieses Denken sitzt tief. Auch dann, wenn wir es längst hinterfragen. Selbstakzeptanz fühlt sich dadurch schnell wie etwas an, das man sich verdienen muss. Durch Reife, Gelassenheit oder ein späteres Ich. Und genau deshalb warten so viele von uns innerlich auf den Moment, an dem sie endlich sagen dürfen: Jetzt bin ich okay.

Und andererseits ist es sowieso viele Dinge, wo ich mir denke: Das kann ich jetzt nicht mehr machen, dafür bin ich zu alt. Mein Leben ist doch schon so gut wie vorbei? 😳 Ja frag mich mal, woher ich dieses Denken habe. Oft sogar. Jetzt brauch ich das auch nicht mehr anfangen, das lohnt sich nicht mehr! Meine Güte, wenn mir das ne Freundin sagen würde, würde ich sie fragen, ob sie bekloppt ist. Vielleicht ist das wieder so eine Kopfsache mit der Vormenopause. Ich bin quasi der Teenager, der nicht weiß, ob ich jetzt nun noch Kind sein darf oder erwachsen bin. 🙊

Noch verrückter wird es, wenn man darauf schaut, dass alle weiblichen Verwandten mindestens 80 Jahre alt geworden sind und ich ja statitisch gesehen jetzt ca. bei der Hälfte meiner Lebenserwartung bin.

Ich habe keine Ahnung, WIE ich meinen Körper annehmen soll. Aber ich warte nicht mehr darauf, dass mir das jemand erklärt oder dass ich plötzlich erleuchtet aufwache. Ich fange einfach trotzdem an, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das konkret aussieht.

3. Ich katastrophisiere weiter, ich machs trotzdem.

Oh, katastrophisieren kann ich großartig: Was, wenn niemand zu meinem VHS-Kurs kommt? Was, wenn das Resilienz-Training total floppt? Was, wenn ich den Blogartikel poste und alle denken: „Was will die denn?“

Früher: Katastrophisieren → nicht handeln. Jetzt: Katastrophisieren → trotzdem handeln. Das ist der Unterschied. Die Gedanken sind noch immer da, aber sie entscheiden nicht mehr. Allerdings, weiß ich, dass ich hier vorsichtig sein muss. Denn ich kenne mich: Ich kann sehr gut vom einen Extrem ins andere gehen.

Das würde bedeuten, ich werde übermütig und setze mich vielleicht Gefahren aus 🙊. Wie zum Beispiel im tiefsten Winter in den Schwarzwald fahren wollen mit einem Auto, das so gar nicht dafür geeignet ist. Oder irgendwelche gefährlichen Sportarten wie Bungeejumping trotz Höhenangst.

Es wird 2026 definitiv mehr Abenteuer geben, auch wenn ich die Hosen voll habe. Denn die sind ja auch schon bei einem Treffen von The Content Society voll. (viele Menschen und so😅)

Was ich 2026 konkret trotzdem mache

Hier wird’s konkret (weil „Ich mach’s trotzdem“ sonst nur ein hübscher Satz bleibt):

Ich biete Resilienz-Training für Unternehmen an: auch wenn ich manchmal denke: „Können die nicht jemand Professionelleren buchen?“ (Nein. Weil ich verdammt gut darin bin, Menschen zu helfen, die nicht ins System passen.)

Ich bringe mein Ordnungschaotin-Produkt raus: auch wenn ich denke: „Wer kauft denn sowas?“ (Menschen, die genau das brauchen. Und davon gibt’s mehr als genug.)

Ich lasse Pausen aus und vergesse zu trinken: aber ohne Drama und schlechtes Gewissen. (Okay, an dem Punkt arbeite ich noch. Aber ich arbeite trotzdem. 😏)

Ich habe letzte Woche in einem Instagram-Live spontan ausgeplaudert, dass ich ein Sachbuch schreiben will. Und jetzt sitze ich hier und denke: Wer bin ich denn, dass ich das kann? Aber weißt du was? Ich mach’s trotzdem. 🙊

Du willst mich 2026 dabei begleiten, wie ich mein Motto umsetze?

Damit das Ganze auch begleitbar wird für jemanden wie dich, wird es in den zukünftigen Monatsrückblicken eine Kategorie geben: Was ich diesen Monat trotzdem gemacht habe. Den kannst du nicht verpassen wenn du in meinem Newsletter bist. 😁

P.S. der Blogartikel wurde passenderweise in einer Blognacht geschrieben.🙃

1 Kommentar

  1. YES! Dein Motto gefällt mir (und fühle ich in vielerlei Hinsicht auch sehr) 🙌🏼😃

    Bin schon gespannt auf alles, das du trotzdem machen wirst!

    Liebe Grüße
    Steffi

    Antworten

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