Blogparade: Mein Schreibtisch

von | Juli 28, 2024 | Selbstmanagement | 3 Kommentare

Im Zuge meiner eigenen Blogparade schreibe ich nun über meinen Schreibtisch. Es hat tatsächlich wirklich lange gedauert, bis ich wieder einen ordentlichen Schreibtisch bekommen habe. Ursprünglich hatte ich einen sehr großen Schreibtisch, der den meisten Platz im Raum eingenommen hat. Danach habe ich eine Hälfte der L Form abgebaut. Und nachdem ich festgestellt habe, dass ich gar nicht wirklich am Schreibtisch arbeiten kann, ohne dass mein damals noch kleiner Sohn auf mir rumturnte, wurde er kurzerhand entsorgt. Es sollte einige Jahre dauern, bis ich wieder den Platz und die Möglichkeit hatte, wieder einen Schreibtisch zu bekommen. Was sich darauf so alles befindet und wie ich an ihm arbeite, bekommst du im folgenden Beitrag zu lesen.

Die Schreibtischabdeckung

Frontansicht meines Schreibtisches mit Flamingoabdeckung und rosa Wand im Hintergrund

Der Schreibtisch hat eine offene Front, habe ich eine dünne Platte mit übriggebliebenen Flamingo-Stoffen beklebt. Das hat nicht nur optische Gründe, sondern sollte auch die Kinder daran hindern, sich über die ganzen Utensilien an meinem Schreibtisch herzumachen. Es war für mich natürlich umso angenehmer, dass die Flamingos in meiner Lieblingsfarbe waren. Für den unteren Bereich ist mir noch keine Lösung eingefallen, da hier aber in der Regel nur Boxen stehen, stört es nicht so sehr.

Die Bluetoothtastatur

Eine schwarze Bluetoothtastatur

Die Bluetoothtastatur darf an meinem Schreibtisch nicht fehlen. Viele, so auch dieser Blogartikel entstehen mit genau dieser Tastatur. Ich habe passend zu meiner Körpergröße entsprechend kleine Hände und die Tastatur ist wesentlich angenehmer für mich zu schreiben. Irgendwie regt diese Art zu schreiben meinen Schreibmotor an. Egal, wann ich das Gefühl habe, das Bloggen oder Schreiben an sich läuft nicht, sobald ich mich mit der Tastatur hinsetze, läuft es. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nicht jedes Mal das große Laptop zum Bloggen holen muss, sondern dafür auch mein Handy nutzen kann.

Viel Kram auf dem Schreibtisch

Ein Schreibtisch, auf dem sehr viel Kram liegt.

Mein Sohn legt mir oft seine gebastelten Sachen zum Anschauen hin. Dabei bleibt es dann oft und ich erfreue mich eine Weile an den Dingen, bis sie den Weg in den Keller nehmen dürfen. Leider sieht mein Schreibtisch oft sehr zumüllt aus, da sich alle dazu entscheiden Dinge dort abzulegen.(Mich eingeschlossen🙄) es führt also regelmäßig dazu, dass ich erstmal den Schreibtisch aufräumen muss, um dort arbeiten zu können. Ich habe es noch nicht geschafft, meinen Bereich ordentlich abzugrenzen. Vielleicht verbessert sich das Ganze, jetzt wo er im Eingangsbereich steht.

Die Mappe

Eine Sortiermappe mit Datum und Wochen Tagen

Eine ganze Weile habe ich mich daran versucht, die Mappe zu nutzen, um meine Unterlagen zu sortieren bzw. zu terminieren. Ich habe aber gemerkt, dass ich, sobald das Schriftstück aus den Augen ist, auch sofort aus dem Sinn ist. Daher werden die Unterlagen meist am „Bürotag“ sofort bearbeitet und wandern in eine der Boxen, um später wegsortiert zu werden. Das ist, finde ich, die nervigste Arbeit, die es in der Arbeit mit dem Papierkram geben kann: das Abheften erledigter Dinge. Hier überlege ich jetzt schon eine Weile, ob ich nicht dazu übergehe, alle „Informationsmaterialien“ zu digitalisieren. Alles ohne Ablagefrist wird bei mir meist gleich entsorgt, sobald es erledigt ist.

Der Atem

Ein Post-it an deinem Holzregal, auf dem mit Bleistift das Wort Atmen geschrieben steht.

Viele wundern sich über das Post-it, auf dem „atmen“ steht. Für mich ist er eine stetige Erinnerung, dass der Atem alles regulieren kann. Immer wenn ich meinen Blick schweifen lasse, landet der Blick auf dem Aufkleber und dann atme ich erstmal eine Runde und fühle in mich hinein. Oft merke ich dann, was mein Problem ist und wie ich zum Beispiel Blockaden lösen kann. Wenn die Technik mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht, hilft mir der Atem dabei wieder herunterzukommen.

Die Gruschd-Schüssel

Eine rosa Tasse gefühlt mit Kram

Auf meinem Schreibtisch befindet sich eine „Grutschd“ – Schüssel, wie wir im schwäbischen sagen würden. Hier kommen kleine Dinge hinein, die oft auf dem Schreibtisch gar nichts zu suchen haben, die ich allerdings nicht sofort wegräumen möchte. Das sind Dinge, die in andere Räume kommen oder die eine Aufgabe für mich bedeuten, wie zum Beispiel, etwas reparieren. Regelmäßig an meinem BÜRO freien Tag gehe ich die Schüssel durch und setze mir Termine für die Aufgaben bzw. Räume, die Dinge an ihren eigentlichen Platz.

Alle Journals am Schreibtisch

Boxen und Journal sowie Utensilien in der Schreibtischablage

Im unteren Bereich befinden sich alle meine Journals. Sie sind Nachschlagewerke. In einem Trello Board habe ich die gesamten Inhaltsverzeichnisse digitalisiert, sodass ich immer weiß in welchem ich Informationen suchen muss. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich mir einen anderen Platz für die Journals suchen muss, weil es zu viele werden.

Mein aktuelles Journal ist immer mit am Schreibtisch, wenn ich daran arbeite. Hier sammel ich oft die Ideen für Angebote und muss dann oft nachschauen. Schließlich ist die Information raus aus dem Kopf und nimmt dort erstmal keinen Platz mehr weg. 😅

In der großen Box links befinden sich die Ordner. In der ersten Blumenbox sind Unterlagen zum Abheften. Die restlichen sind mit aktuellen Unterlagen zum Arbeiten und mit Erinnerungsstücken, wie Einladungen und gebastelten Sachen.

Eine Wickeltasche

Meine ehemalige Wickeltasche ist Ort, an dem ich alle elektrischen Gegenstände lagere. Sie dient außerdem dazu, die Dinge, die ich bei einem Präsentsworkshop außerhalb mitnehmen muss, zu transportieren. Sie ist nicht direkt auf dem Schreibtisch, sorgt aber dafür, dass der Schreibtisch immer ordentlich sein kann. Denn hier werden, Webcam, Laptop, Bluetoothtastatur und diverse Kabel gelagert. Immer wenn ich fertig mit arbeiten bin, räume ich die Dinge wieder in die Tasche.

Die Routine

Ein Zettel ist auf den Laptop geklebt, auf dem steht in bunter Schrift: Woran willst du arbeiten? Wie lange?

Dieser Aufkleber ist meine Erinnerung, dass ich meinen Laptop mit Intention nutzen soll. Darum steht auf ihm an, was will ich arbeiten und wie lange. Damit ich mich nicht in der Aufgabe verliere und zu lange an etwas sitze und mich danach wieder ärgere, was ich alles vergessen habe, noch zu erledigen muss ich mir einen Timer stellen. Ansonsten kann es gut und gerne mal passieren, dass ich die komplette verfügbare Zeit am Laptop sitze und dann keine Zeit mehr für Haushalt oder mich selbst habe. Wichtig ist es auch, dass ich mir aufschreibe, an was ich arbeiten möchte, wenn ich den Laptop aufklappe, denn sonst würde ich oft an irgendwelchen Landingpages oder der gleichen basteln, statt die dazugehörigen Angebotsposts zu verfassen. Bei mir gibt es auch keine Benachrichtigungen über E-Mails, weder am Laptop noch am Handy, sonst wäre ich zu oft abgelenkt.

Der Schreibtisch zieht um

genau in der Woche, wo meine Blogparade startet, zieht auch meinen Schreibtisch bzw. mein Büro um. Ursprünglich hatte ich immer eine große recht dunkle DVD Wand im Rücken, die ich mit diversen Tüchern abdecken musste, wenn ich ablenkungsfreie Videocalls machen wollte. Für den Kindergeburtstag dieses Jahr wanderte der Esstisch ins Wohnzimmer, da es dort einfach viel heller ist. Nach einer schnellen Umbauaktion wanderte der Schreibtisch in den Flur vor die rosa Wand und der Esstisch blieb im Wohnzimmer. Jetzt habe ich endlich eine passende Wand. Obwohl wir noch die gleiche Anzahl an Möbeln haben, wirkt alles offener und größer. Ich bin gespannt, wie meine ersten Calls ausfallen werden, mit der neuen Position. Videos für Youtube werde ich wohl trotzdem weiterhin im Wohnzimmer machen.

Mit meinen Aktionplänen gegen Aufschieberitis klappt deine Selbstorganisation zukünftig noch besser.

3 Kommentare

  1. Lustig, liebe Alexandra, dass du deinen Timer stellst. Ich mache das auch. Und manchmal auch den Handywecker, damit ich wichtige Termine nicht vergesse, was ja auch durchaus schon vorgekommen ist.

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    • Bei mir passiert es dann leider häufig, dass ich den Timer nach Ablauf weg drücke und mich dann anschließend doch in der Aufgabe verliere 🙊😅.

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  2. Mir kommen da so einige Dinge bekannt vor. Meine Tische, egal ob Schreib- oder Küchentisch, sind vorrangig Ablageorte für mich. Okay, seit ich mit meinem Mann zusammenlebe ist der Küchentisch freier geworden. Dafür wird der Schreibtisch zur Ablage. Mein Schreibtisch steht direkt gegenüber der Eingangstür und ich muss einmal quer durch den Raum. Da ist die Gefahr doch etwas geringer, dass sich dort Dinge sammeln, die “nur mal schnell” abgelegt werden. Ansonsten hätte ich persönlich Bedenken, wenn der Schreibtisch direkt im Eingangsbereich steht, dass der zum “Schlüsselbrett” mutiert.

    An so eine Mappe hatte ich für mich auch schonmal gedacht, habe sogar zwei Stück davon. Aber benutzt habe ich die nur ganz ganz wenig. Denn mir geht es wie Dir, liebe Alexandra, “aus den Augen, aus dem Sinn”. Ich vergesse auch regelmäßig Sachen/Tätigkeiten, welche sich nicht in meinem Sichtbereich befinden. Vielleicht ist das auch die Ursache für unsere vollen Tische und Ecken?

    Die Idee, ein Inhaltsverzeichnis für Deine Journals in Trello anzulegen, finde ich genial! Ich führe zwar nur einen Kalender mit Notizenbüchlein und auch das nicht wirklich konsequent, aber ich bin immer wieder begeistert von den Journals anderer Leute. Ich liebe es, mit Papier zu arbeiten und durch ein beschriebenes Heft zu blättern, ist einfach nur schön.

    Deinen Erinnerungszettel am Laptop finde ich klasse! Denn ich bin auch so ein Kandidat. Ich mache mir eine To-Do-Liste und wenn ich am Ende des Tages eine oder zwei Aufgaben (von 5-10) erledigt habe, bin ich gut. Ich sollte mir vielleicht auch mal einen Timer zum Arbeiten stellen. Erinnerungen im Handy muss ich mir auch immer stellen, ansonsten vergesse ich auch gerne Aufgaben oder Termine.

    Aber weißt Du was? Es ist total beruhigend, dass ich nicht alleine so arbeite, sondern dass es auch andere gibt mit diesen Verhaltensweisen. Das tut sooo gut!

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