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Meine Schwäche für Schokolade

In der 19. Blognacht fragt Anna Koschinski, wofür ich eine Schwäche habe, ganz klar ist Schokolade eine meiner Schwächen. Wobei ich mich schon allein bei dem Wort getriggert fühle. Wer will denn bitte eine Schwäche haben? Ich hätte diese eine Schwäche gern weg, denn sie bedeutet mehr als nur ein paar Kalorien zu viel zu mir nehmen.

Die Routine: Oh du süßes Stück

Es hat unfassbar lange gebraucht um zu bemerken, dass ich eine Schwäche für Schokolade habe, dass der Drang sie zu essen schon nicht mehr normal ist. Das mit dem Gedanken an Schokolade zu wollen viel mehr zusammen hängt. Allerdings hatte sich ganz schleichend eine merkwürdige Routine eingeschlichen. Nach jedem Essen, vor allem, wenn es sehr deftig oder viel war, hatte ich mir eingebildet, dass es mir guttun würde ein wenig Schokolade zu essen. Bis der ursprünglich Kampf gegen die Schwangerschaftskilos begann, war das eine alltägliche Routine bei mir.

Der Mangel

Die erste Erkenntnis hatte ich als ich mich damit beschäftigt habe, was mir mein Körper zu welchem Zeitpunkt mitteilen möchte. So ergab es ein Essensmuster. Ich hatte immer dann besonders Lust auf Schokolade, wenn ich kurz vor meiner Periode stand und währen dessen. Somit war mir schnell klar, dass ich das Glückshormon ausgleichen wollte. Abgesehen davon, dass in Schokolade recht viel Magnesium vorhanden ist. Ich war lange davon überzeugt, dass ich Eisen ausgleichen wollte. Die entsprechenden Eisentabletten haben daher nicht sehr weiter geholfen. Außerdem ist mir schnell aufgefallen, dass ich bei Hunger lieber mal zu einem Stück Schokolade gegriffen habe, anstatt etwas Anständiges zu essen. Daher befindet sich in der Regel immer eine Ladung schon offener Trauben in Herdnähe in der Küche, die ich häufiger mal zu mir nehmen kann.

Zuwenig getrunken

Durch mein regelmäßiges Trainieren und Joggen habe ich zwangsläufig viel mehr getrunken wie früher. Daran war unter anderem meine neue Sportuhr schuld, die mich brav regelmäßig daran erinnert. Mir passiert es im Stress leider häufig, dass ich das Trinken vergesse. Die meisten Fitnesscoaches empfehlen vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser zu trinken, um den Hunger zu dämmen. Das mache ich nicht wirklich, dafür aber immer dann, wenn ich Lust auf Schokolade bekomme.

Emotionales Schokolade essen

Inzwischen weiß ich allerdings, dass es ein viel verheerenderes Schokoladen “Fressmuster” gibt. Mir fiel irgendwann auf, dass ich oft in Konfliktsituationen zur Schokolade griff. Die Kinder zofften sich, ich ging Schokolade essen. Ich wurde getriggert, ich ging den nächsten Riegel vernichten. Da für mich Hunger schon immer ein Trigger aus der Kindheit ist, habe ich wohl mit der Zeit versucht den emotionalen Mangel aufzustocken mit Schokolade. Inzwischen sehe ich Konflikte oder Unterschiedlichkeiten, wie es unsere Erziehungsberatung so schön sagt, als etwas Natürliches an. Denn es kommt nun mal sehr häufig vor, dass sich bei einem Vierpersonen-Haushalt eine Person uneinig mit den anderen ist. Je nach Alter und Gegebenheiten wirds dann eben laut.

Mit dem Intervallfasten gegen die Schwäche

Ich hatte in meiner Therapie herausgefunden, dass Hunger ein Trigger von mir ist. So konnte ich kein Essen entsorgen und wollte die übriggebliebenen Essen meiner Kinder immer leer essen und habe so zum Teil kein eigenes Essen mehr für mich zubereitet. Schließlich stieß ich auf das Intervallfasten und wollte es ausprobieren. In erster Linie, um den Kilos an den Kragen zu gehen. Doch das Gewicht veränderte sich nicht sonderlich. Was sich aber sehr verändert hat, war mein Bezug zu Essen. Plötzlich durfte ich das Müsli der Kinder nicht mehr essen, weil es zu früh war und zu viel Zucker enthielt. Meine Essenszeiten waren von 12 Uhr bis 20 Uhr. Somit fällt nun auch ein weiterer Punkt für mich weg: das unkontrolliertes Essen vor dem Fernseher. Mein Mann nimmt gern und viele unterschiedliche Snacks während des Filmabends zu sich. Erst mit dem Fasten ist mir aufgefallen, was für Mengen da in seinen Mund wandern. Es sind nicht unbedingt nur ungesunde Dinge, aber wenn man eben überhaupt nichts isst, fällt einem das schon enorm auf.

Schokolade: Ist es eine Schwäche, die ich loswerden möchte?

Ziemlich sicher werde ich meine Schwäche für Schokolade nie wirklich los. Aber für mich darf sie jetzt ein willkommener Luxus sein. Die Belohnung, die ich mir nach einem anstrengenden Tag verdient habe und eben nicht das Trostpflaster, das ich brauche, um mein verletztes inneres Kind zu beruhigen.

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