Monatsrückblick Juli 2026

von | Aug. 9, 2026 | Selbstmanagement | 0 Kommentare

Es war völlig klar das der Juli dank der vielen Geburtstage stressig sein wird. Da kamen blöderweise noch ein paar außerplanmäßige Termine dazu.

Blogparade läuft noch

Völlig spontan habe ich im Juni doch eine Blogparade gestartet. Passend zu der Schreibtischparade gab es diesmal eine zum Thema Projektfriedhof. Ich selbst habe mir auch einige Blogparaden vorgenommen, bei denen ich mitmachen wollte, und die habe ich dann alle kurz vor der Deadline verbloggt. Welche das waren, kannst du im Blog sehen, oder du schreibst mir und ich versende den Newsletter, in dem die vorkamen.

Einmal bitte ins Krankenhaus

Donnerstagnachmittag. Ich bin gerade dabei, das Büro fertig zu machen und mich auf den Heimweg zu machen. Dann klingelt das Handy. Kita. Außerplanmäßige Anrufe von dort bedeuten nie was Gutes. Nie.

„Dein Kind hat sich den Arm gebrochen. Bitte komm. Der Notarzt ist unterwegs.“ Ich bin mit dem Motorrad los. Direkt. Kein Gedanke mehr an irgendwas anderes.

Vor Ort das Erste, was mir gesagt wird: Der Arm sieht nicht normal aus. Na ja, dachte ich, der is gebrochen, wie soll der schon normal aussehen. Die U-Form hat mich dann aber doch etwas irritiert, ich kannte das nur aus übertriebenen Trashfilmen. 🙈 Aber ich hab’s zur Seite geschoben und mich nur auf meinen Kleinen konzentriert. Er hat wirklich nur einmal kurz geweint, um mir zu zeigen: Schau mal, Mama, hier stimmt was nicht und als sie den Arm eingerenkt haben. Zum Glück haben sich unsere Atemübungen ausgezahlt. Die machen wir sowieso immer, wenn’s stressig wird, egal, wer sich gerade beruhigen muss.

Der Kitaleitung hab ich zur Beruhigung gesagt, ich hätte mich eher gefragt, warum das nicht schon viel früher passiert ist, so wild wie der Kleine immer unterwegs ist. Sie war danach total begeistert, wie ruhig ich geblieben bin. Für mich war das simpel: Der Arm war ja schon gebrochen, daran hätte ich in dem Moment auch nichts mehr ändern können. Und mir war klar, wenn ich ruhig bleibe, bleibt mein Sohn ruhig. Die Sanitäter wollten eigentlich mit Blaulicht und Tatütata ins Krankenhaus fahren. Mein Kleiner war so entspannt, dass er dabei eingeschlafen ist und von der ganzen Show nichts mitbekommen hat.

Im Krankenhaus ging’s zum Röntgen. Der Arzt meinte noch, er hätte ja nur einen gebrochenen Arm, könne also problemlos laufen. Da war die Stationsschwester ihm aber schon zuvorgekommen und hatte meinen Sohn gefragt, ob er lieber einen Rollstuhl möchte. Er hat natürlich bejaht. Ist ja klar, wenn du die Wahl hast zwischen Laufen und Herumgefahrenwerden, nimmst du das Gefährt. Auf der Röntgenstation arbeiten sie mit farbigen Linien am Boden. Finde ich richtig gut gelöst, gerade wenn man mit dem Kopf nicht mehr ganz bei der Sache ist, hilft es total, wenn jemand sagt: Folgen Sie jetzt bitte der gelben Linie bis zu diesem Punkt.

Mein Kleiner hat beim Röntgen selbst die Halteplatte festgehalten, ganz ohne Probleme. Er war komplett kooperativ und ausgeglichen. Als ich mich anmelden musste, weil wir wegen der OP noch ein Bett brauchten, blieb er einfach bei der Stationsschwester am Röntgen. Hat anstandslos gewartet, kein Problem. Mit meinem Großen wäre das mit Sicherheit nicht so gelaufen.

Ein Kind im Rollstuhl mit einer Schiene am Arm, das auf einem Tigerkuscheltier liegt.

Und dass ich in meinem Leben genug Arztserien geschaut habe, um bei einem Arm in U-Form nicht gleich auszuflippen, verbuche ich jetzt offiziell als Weiterbildung. Der Arzt hat mich übrigens auch noch gefragt, ob mein Sohn hinten auf dem Moped saß und darum der Arm gebrochen ist. Konnte ich einfach weglachen, ich hätte in dem Zustand vermutlich auch nur Blödsinn geredet.

Vor der OP, hat mir der Arzt die Risiken erklärt. Und mittendrin hab ich gemerkt: Ich bin gar nicht so auf der Höhe, wie ich dachte. Ich musste ihm einfach sagen, dass ich gedanklich komplett ausgeklinkt bin und keine Ahnung hab, was er mir da für Kauderwelsch erzählt. (Klang für mich kurz wie die Erwachsenen bei Charlie Brown). Aufgefallen ist mir das überhaupt nur, weil mein Kleiner in dem Moment so ruhig war. Wäre er unruhiger gewesen, hätte ich vermutlich gar nicht bemerkt, wie wenig Kapazität bei mir eigentlich noch da war.

In der Röntgenabteilung hat mir außerdem eine Stationsschwester noch mal richtig gut gezeigt, wie man Kindern Gefühle erklärt. Sie hat meinem Sohn gesagt, dass seine Gefühle in seinem eigenen Körper sitzen und ihre Gefühle in ihrem, und dass sie deshalb gar nicht wissen kann, was für ihn gerade blöd ist, wenn er’s ihr nicht sagt. Deswegen sei es wichtig, dass er ihr das erklärt. Fand ich richtig stark.

Beim Einschlafen für die OP hat der Arzt meinen Sohn gefragt, wie der Unfall passiert ist. Er fing an zu erzählen, er sei aus der Nestschaukel gefallen, und der Arzt hakte gleich nach: nein nein nein, was hast du denn gemacht, als du aufgestanden bist, was gab’s zum Frühstück? Klassischer Trick, damit er beim Reden einschläft.

Meine Schwester kam übrigens genau pünktlich an, als wir in den OP mussten. Sie war so lieb und hat mir ein Netzteil gebracht, weil ich nur ein Kabel zum Laden hatte. Danach hab ich sie gesucht, bin zur Information, hab mich dabei selbst fast verlaufen, weil ich schlicht nicht mehr wusste, auf welcher Station wir eigentlich waren. Noch so ein Moment, in dem mir klar wurde, wie wenig ich gerade auf der Höhe war. Am Ende bin ich in unserem Zimmer gelandet, und da saß sie schon und wartete. Ich glaube, niemand sonst in meiner Familie hätte das so pragmatisch hinbekommen, einfach an der Information fragen und dann geduldig warten. Das war unglaublich entspannend.

Nach dem Aufwachen war das Erste, woran sich der Kleine erinnert hat, das Eis, das ihm der Stationsmensch (ein Mann, in dem Fall) nach der OP versprochen hatte. Er saß erst ein bisschen grummelig da, und auf die Frage, warum, kam nur: er will sein Eis. Hat er dann auch sofort bekommen.

Ein anderer Junge auf der Station hatte sich auch was gebrochen, und witzigerweise hat dessen Mutter genau wie ich später ein Ladegerät fürs Handy von ihrer Schwester ins Krankenhaus geliefert bekommen. Bei mir war’s übrigens auch das Einzige, worum ich mich für die Nacht wirklich gekümmert habe. Ladegerät ja, Wechselklamotten und Zahnbürste komplett egal. Mein Mann konnte wegen der Arbeit nicht dazukommen, mein Großer musste separat versorgt werden, das hat sich zum Glück alles geklärt. Als die Nachtschwester mit ihm geredet und gemeint hat, wir können froh sein, dass es nur der Arm war, meinte er ganz trocken: „Ja, hätte ja auch das Genick sein können.“ 😶

Genau dieselbe Ruhe meines Kleinen in nahezu allen Situationen, war es dann auch, die mir in der Nacht noch mal Raum gegeben hat, und zwar für jemand ganz anderen. Nachts um drei geht die Tür auf. Ein anderer Papa kommt mit seinem Sohn ins Zimmer, der Junge, halb so alt wie meiner, schreit vor Schmerzen. Der Papa entschuldigt sich ständig dafür, dass sein Kind so schreit. Immer wieder.

Meinem Kleinen ging’s zu dem Zeitpunkt gut, keine Schmerzen mehr. Und er hat total verstanden, dass gerade jemand anders mich mehr braucht als er. Also bin ich rüber, hab versucht, den Jungen zu beruhigen, und dem Papa gesagt, er muss sich für gar nichts entschuldigen. Mit ihm konnte ich mich gut unterhalten. Ob sein Sohn mich verstanden hat, so klein wie er war, weiß ich nicht. Aber ich glaube, er hat gespürt, dass ich einfach nur für die beiden da sein wollte.

Was ich aus dieser Nacht mitnehme: Resilienz heißt nicht, für alle gleichzeitig da zu sein. Sie heißt, in der Krise zu spüren, wo deine Energie gerade wirklich gebraucht wird, und dir die Erlaubnis zu geben, dich zu entscheiden. Mein Kind war versorgt. Dieser Papa war gerade allein mit seiner Angst. Also war klar, wohin meine Energie in dem Moment gehört.

Sobald mein Kleiner operiert war und wieder essen durfte, war für ihn die Sache erledigt. Er ist fit und happy. Für mich war die Nacht eine der intensivsten seit Langem, und trotzdem, oder gerade deswegen, eine, aus der ich mehr mitgenommen habe als aus so mancher ruhigen Woche.

Am nächsten Morgen, als ich das Geschirr vom Vorabend weggebracht hatte, stand plötzlich eine nett gekleidete Frau neben seinem Bett. Sie erzählte mir freudestrahlend, mein Sohn hätte ihr schon gesagt, was er zum Frühstück möchte, und ob ich auch was möchte. Mit meinem Großen wäre das vermutlich nicht so easy gelaufen, der ist da vorsichtiger. Mein Kleiner war einfach tiefenentspannt, für ihn war völlig klar, dass ihm hier niemand was Böses will.

Bei der Visite kam der Arzt und wollte mit meinem Sohn besprechen, wie’s weitergeht. Der hat ihm klipp und klar gesagt, dass er jetzt nach Hause möchte. Ohne Umschweife. Der Arzt meinte nur: „Sobald klar ist, wie der Arm aussieht, ist das kein Problem.” Und weil der Arm gut aussah, durften wir direkt danach heim.

Die Röntgenstation haben wir dann zwei Wochen später direkt nochmal besuchen dürfen, weil der Kleine von einer Sessellehne gerutscht ist. Der Arm sah geschwollen aus und er hatte Schmerzen, also sind wir sicherheitshalber nochmal ins Krankenhaus. Der Kleine hatte die Stationsschwester beim Röntgen gleich wiedererkannt und freudig begrüßt. 😅

Für fast alle war es total merkwürdig, dass er gar keinen Gips bekommen hat. Weil er vier Wochen Sportverbot hatte, durfte er in der Zeit nicht in die Kita. Das Schultütenfest konnten wir zum Glück trotzdem besuchen und er hat sich, obwohl er nicht bei den Proben mitmachen konnte, bei der Aufführung mitgemacht.

Geburtstagsmonat

Schokoladentorte mit einem Schokoschiff auf Zuckergßmeer

Wie immer ist der Juli vollgepackt mit Geburtstagen. Drei Familienmitglieder und noch mein Hochzeitstag. Also viel zu tun und noch mehr zu organisieren. Natürlich habe ich mich mit der Torte des Sohnes mal wieder übernommen. Lief aber nicht ganz so dramatisch wie sonst. Der Mann wollte ursprünglich eigentlich gar keinen haben, weil er dachte, dass er überhaupt keinen Besuch bekommen würde. Es waren viele Gäste da und ich habe sogar ein paar nette neue Menschen kennenlernen dürfen.

Schokotorte mit weißer Schokoglasur, gold angesprüht

Auch die Kindergeburtstagsparty musste mit Location und Mitgebsel sowie Organisation erledigt werden. So manches Mal frage ich mich ob mein Partner überhaupt weiß was das bedeutet. Aber auch das lief recht angenehm ab, abgesehen von einer blutigen Nase 😅.

Sicht auf die Landschaft im Hüpfburgenland

Kein Kaffeejunkie mehr!??

Im Juli habe ich einige zusätzliche Veränderungen angestoßen, da ich extrem mit der Vormenopause zu kämpfen habe. Vor allem aber mit dem sogenannten Ragemode. Was ich ja schon seit Januar mache, ist, jeden Sonntag joggen. Da hat sich leider nicht sehr viel verändert. Die Kondition ist nicht wirklich besser geworden. Ich bin auch nicht schneller geworden. Jetzt hab ich mitbekommen, dass es vielleicht besser ist, dass ich Schwellenläufe mache. Das erklär ich dann noch mal genauer, was das ist.

Dann habe ich in Absprache mit meiner Therapeutin angefangen, Lasea Lavendelölkapseln zu nehmen, gar nicht so sehr, um gelassener zu werden und diesen Stress zu reduzieren beziehungsweise dieses Gedankenkarussell vom Einschlafen zu reduzieren. Das hab ich nämlich tatsächlich gar nicht. Ich schlafe wunderbar, sehr gut, und mache mir äußerst selten einen Kopf über irgendwelche Sachen, außer ich habe zu spät Kaffee getrunken. Da komme ich auch noch mal dazu, was das mit dem Kaffee auf sich hat. Da hat sich auch etwas verändert. Aber meine Wut in den Griff kriegen möchte. Ich weiß nicht, ob das jetzt an der Perimenopause liegt oder an was das liegt, kann ich leider so gar nicht sagen. Wir haben jetzt entschieden, dass wir das jetzt probieren bis September, bis Ende September, bis ich sie wiedersehe.

Außerdem habe ich angefangen, Elektrolyte mit Kreatin und Kollagen zu nehmen, um diesen Brainfog loszuwerden, damit ich wieder ‘n bissel mehr Fokus bekommen kann. Weil’s mir immer wieder passiert, ich gerade vor der Periode und auch während der Periode extreme Probleme hatte, mich zu fokussieren. Da war oft der Moment, wo ich gedacht hab, was mach ich jetzt? Wo will ich hin? Was soll ich überhaupt machen? Wo fang ich an? Und ich muss sagen, nach einem Zyklus schon merke ich das extrem, dass ich da viel fokussierter bin, obwohl ich während der Periode das ja nicht mehr nehme.

Jetzt komme ich zum Kaffeethema. Wer mich kennt, weiß: Ohne Kaffee geht einfach gar nix, es ging sogar schon so weit, dass ich überlegt habe, was denn besser sei: tief durchatmen oder Kaffee. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich Intervallfasten mache. Das bedeutet, dass ich von 20 Uhr bis 12 Uhr nichts mehr esse. Auf meinen Kaffee mit Milch konnte ich aber oft nicht verzichten. Im Büro trinke ich sogar den Aufbrüh-Schokocappuccino. Für die Intervallphase total unsinnig, weil hier ja Zucker bzw. Milchzucker vorhanden ist. Also habe ich wie damals beim Zucker über Wochen die Milch beim Kaffee reduziert. Jetzt bin ich inzwischen beim schwarzen Kaffee angelangt. Stellt sich heraus, dass ich nun gar keine so große Lust mehr habe, einen Kaffee zu trinken. Das Bedürfnis, den zu trinken, ist schlicht nicht mehr so da wie früher. Es gab Tage, da habe ich keinen einzigen Schluck Kaffee getrunken.

Was wurde verbloggt

Was war sonst noch los

  • Schultütenfest
  • der Mann hat Magen-Darm?
  • Metalparty
  • nochmal im Krankenhaus
  • Kinder-Bday im Hüpfburgenland
  • Summerblogging School
  • Haar kurz und pink

Der August in Bildern

Ofenpfannkuchen auf einem Blech
Ich habe zum ersten Mal Ofenpfannkuchen gemacht und bin begeistert, wie einfach und lecker die sind.
Voratsboxen auf dem Boden, die mit den Packungsresten der ursprünglichen Tüte beklebt sind.
Ich habe sehr quick and dirty die neuen Voratsdosen beschriftet. Hierfür habe ich einfach die Bezeichnungen der Verpackungen vom Inhalt drauf geklebt.
Ein Fernseher mit einem Fußballspiel. Spanien gegen Argentinien.
Der Große durfte dieses Jahr trotz Schultagen mehrere Spiele der WM anschauen und mitfiebern.
Selbstgemachte Laugenstangen
Für das Schulfest habe ich selbstgemachte Laugenstangen gemacht. Da wir an diesem Tag leider nochmal ins Krankenhaus mussten, haben wir tagelang Laugenstangen gegessen. Die waren lecker.
Sicht auf den offenen Motorraum mit einem Werzeugkasten daneben
Es war mal wieder soweit, ich musste die Scheinwerferlampe wechseln. Ich bin schon echt routiniert darin, so dass es echt schnell geht.

Was steht im August an

  • Abschlussgespräch in der KiTa
  • Röntgentermin im Krankenhaus
  • Schulferien

Du hast Bock, immer wieder über Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben? Dann melde dich zu meinem Newsletter an.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert