In meinem Journal habe ich schon länger angefangen, in der Monatsübersicht ein Wort oder eine kurze Info zu notieren, was an diesem Tag passiert ist. Es kam bisher nicht vor, dass wirklich an jedem Tag eine Notiz war. Natürlich ist an diesem Tag etwas passiert, aber eben oft nur die alltäglichen Dinge, die nicht erwähnenswert sind. In diesem Monat stand wirklich jeden Tag etwas dran. Wenn ich danach gehe, dann sollte ich komplett ausgelaugt sein. Lies im Monatsrückblick für den Mai 2026 selbst, was ich alles erlebt habe und welche Erfahrungen ich gemacht habe.
Inhaltsverzeichnis
Genau 5 Seiten gejournalt
Es fing im April schon an, dass ich weniger gejournalt habe. Woran das genau liegt, versuche ich jetzt hier zu erörtern. Zum einen hatte ich schlicht keine Lust, abends oder morgens mich hinzusetzen und den Tag zu notieren. Ich wollte mich schlicht nicht mit meiner Gefühlswelt beschäftigen. Die war dank vieler Situationen gerade nicht so prickelnd. Tatsächlich war das genau das Richtige für mich. Je weniger ich mich mit meiner Innenwelt beschäftigt habe, desto besser wurde die Laune und die Gefühlswelt. Keine Selbstzweifel mehr und kein ständiges Hinterfragen, ob ich etwas tun oder nicht tun sollte.
Zwei Events die nicht stattgefunden haben
Mein Mann hat mir spontan eine Dark-Romance-Nacht gebucht. Ich hatte gehofft, dass ich das mit jemandem zusammen machen könnte. Leider hat sich niemand gefunden. Da mein Motto „Ich mach’s trotzdem“ war, habe ich mich also getraut, allein in die Großstadt zu fahren. Ein Drinni, wie Stefanie meine Blogbuddy sagen würde, zu einem Event mit wer weiß wie vielen Menschen und keine Ahnung, was auf sie zukommt. Um es noch deutlicher auszudrücken: Mir war schlecht! Es ist also Freitagabend und ich kurve durch enge Straßen mit einem viel zu großen Auto und suche einen Parkplatz. (dauert. Gut, dass ich das eingeplant hatte).
Endlich am Kursaal angekommen, ist da eine ewig lange Schlange, und ich hab mich noch gefragt, ob ich den Eingang auch wirklich finde. 🤣 30 Minuten vor der Halle und anschließend nochmal 45 Minuten im Saal gewartet. Ich war schon mit meinen Nebensitzerinnen warm geworden und hatte mich so weit akklimatisiert, dass ich mich getraut hatte, nach vorn zu laufen, um ein Foto vom Bühnenbild zu machen. Nach 18 Uhr kommt die Durchsage: Wir sollen uns noch etwas gedulden, es gäbe technische Schwierigkeiten.
Um halb sieben dann die Durchsage: Die Tonprobleme sind so gravierend, dass das Event ausfallen muss. Sorry. 😳 Da war ich im ersten Moment einfach nur platt. Ungläubig wie alle anderen drumherum. Manche bleiben sogar noch sitzen, lassen sich Autogrammkarten der Akteure geben. Ich denke nur: Wofür eigentlich? Ich durfte euch ja noch nicht mal erleben. Auf dem Weg raus tippe ich meinem Mann eine Nachricht. Und allen, die meinen WhatsApp-Status mit „Viel Spaß!“ kommentiert hatten: „Hat nicht stattgefunden, Tonprobleme.“ Manchmal ist das schon das Erste, was hilft: der Realität laut beim Namen zu sagen.
![]() Der Bühnenaufbau sah schon wirklich toll aus |
Und dann passiert auf der Heimfahrt etwas Interessantes. Ich fange ganz von alleine an, mir die Vorteile dieser Situation zu erzählen. Ich muss heute Nacht nicht mit meiner kaputten Scheinwerferlampe heimfahren und kann mir Zeit lassen, mich zigmal verfahren, es mir gemütlich machen. (Hab vorher getankt, also kein Stress.) Unterwegs entdecke ich tatsächlich eine wunderschöne neue Strecke nach Hause. Und dann fällt mir ein: Die Kinder sind heute eh nicht da. Ich kann den Abend mit meinem Mann verbringen, in Ruhe, ohne Zeitdruck, ohne dass alle drei Minuten jemand „Mama“ sagt. Genau so kommt es dann auch.
Wir reden lang, und zwar wirklich lang, ohne eine einzige Unterbrechung. Während der Fahrt drehen sich noch andere Gedanken im Kopf. Ist das eigentlich so ein deutsches Ding, dass man lieber komplett absagt, als mit nicht ganz perfekter Technik weiterzumachen? Wäre das woanders entspannter gelaufen? Und was bedeutet dieser Abend eigentlich für die Veranstalter selbst? Die haben Ads geschaltet, Raum gemietet, Gagen versprochen. Mein verlorener Abend ist deren verlorenes Projekt mal hundert.

Das Outfit für den Abend: Ich habe mich zigmal umgezogen und war am Ende froh, dass ich mich für ein so „normales“ Outfit entschieden hatte.
Und dann lande ich beim eigentlichen Punkt. Genau dort, wo mein Resilienzstudium plötzlich keine Theorie mehr ist: Ich kann an dieser Situation gar nichts mehr verändern. Außer sie hinzunehmen und dann das Beste daraus zu machen.
Akzeptanz. Drei Silben, riesige Wirkung und mit dem Resilienzfaktor, der mich am meisten herausfordert. Sie ist der Moment, in dem die Erwartung losgelassen wird, die am geplatzten Projekt geklebt hat. Solange ich der Veranstaltung hinterhertrauere oder mir wünsche, sie wäre anders gelaufen, sehe ich nur das Loch, das sie hinterlassen hat. Erst wenn ich sie wirklich gehen lasse, geht der Blick wieder frei auf das, was sonst noch da ist.
Die neue Strecke. Der gemütliche Abend mit meinem Mann. Und sogar die zwei Damen aus der Schlange, mit denen ich auf dem Weg raus kurz darüber gesprochen hatte, ob wir nicht zusammen Abendessen gehen. Ich bin am Ende heimgefahren, aber vorher habe ich mich bei ihnen bedankt. Dafür, dass es schön war, sie kennengelernt zu haben. Mitten in einem Abend, der so gar nicht so geplant war.
Falls bei dir gerade ein Projekt im Business platzt, egal ob ein Launch, ein Kunde, eine Aktion oder einfach ein Tag, der sich anfühlt wie 75 Minuten Schlange für nichts, dann kennst du wahrscheinlich genau diese Phase: erst Enttäuschung, dann die Versuchung, das Loch viel zu groß zu sehen und auf alles drumherum zu übertragen. Und manchmal braucht es jemanden von außen, mit dem du in Ruhe sortieren kannst: Welche Erwartung ist da gerade wirklich geplatzt und welche lebt eigentlich noch gut weiter, auch wenn es sich gerade anders anfühlt? Wo lohnt sich Akzeptanz und wo darfst du das Loch wieder auf seine echte Größe zurückbringen?
Dies ist ein Ausschnitt aus meinem Newsletter. Dir hat gefallen was du gelesen hast? Dann melde dich an!Zum Newsletter
Spontane Ausflüge zu regionalen Orten
Wer muss schon weit weg wenn er um sich herum so schöne Orte finden kann? Wir sind spontan zum Rossberg hochgewandert. Lief wesentlich besser als erwartet. Ich habe damit gerechnet, dass der Große öfter meckern wird, weil er ja laufen muss. Vielleicht war es hilfreich, dass er kurz vorher ’ne wirklich sehr lange Wanderung mit der Schule gemacht hatte und nun diese Strecke nicht so extrem war. Der Kleine dagegen hatte wie immer einen Heidenspaß und hat sich oft in die Büsche geschlagen. Oben angekommen sind wir natürlich gleich auf den Turm gestiegen. Soviele Stufen 🥵.
Aber die Aussicht hat sich wirklich gelohnt. Für mich persönlich waren die richtungsweisenden Schilder an der Brüstung am schönsten. Hier konnte man nach Lust und Laune versuchen, herauszufinden, wo sein Ort liegt oder ob man den Stuttgarter Fernsehturm sehen konnte. Echt cool, Nachdem wir unten noch eine obligatorische Pommes gegessen hatten, wollten die Kinder gleich nochmal auf den Turm. Dort oben wurde dann noch etwas gesnackt und dann gings auch wieder los zum Abstieg … Auf dem Weg nach Hause sind wir in eine Wirtschaft in einem Nachbarort, von der wir nicht mal wussten, dass sie existiert, und haben superleckeres Schnitzel gegessen.

Stiftskirchenturm in Tübingen
Da mein Mann und ich inzwischen sehr darauf bedacht sind, uns öfter zu bewegen, ging es nachmittags nach dem Grillen bei den Schwiegereltern nach Tübingen zum Spazieren. Erst auf einen Spielplatz und anschließend in den Ortskern. Nachdem wir frustriert waren, dass die Kugel Eis inzwischen ganz hoch teuer ist, sind wir auf die Idee gekommen, den Kirchturm zu besichtigen. Die Kinder waren dafür, also sind wir 20 Minuten vor Schließung den Turm hochgeflitzt. Ich dachte ja, der Rossbergturm sei eng und verschlungen gewesen, aber der hier war nochmal enger. Man konnte nur schwer aneinandervorbeilaufen. Die Kirchturmglocke war beeindruckend und ich war froh, dass wir nicht zur vollen Stunde da unterwegs waren. Auch die Aussicht hat sich sehen lassen können.
Zielgruppe noch spezifischer
Nachdem ich mit Marlis eine 45-minütige Session hatte, wurde uns klar, dass die meisten meiner Kundinnen DIY-Unternehmerinnen und Autorinnen waren. Da ich mich selbst als Autorin bezeichne und mich auch gut in das DIY-Unternehmertum hineinversetzen kann – allein schon durch die Erlebnisse meiner Kundinnen –, fühlt sich das wirklich gut an. Das eine schließt aber natürlich das andere nicht aus. Wenn du also eine kreative Chaotin bist, bist du hier ganz sicher trotzdem richtig. Wir kämpfen alle mit den gleichen Problemen.
Was bei einem Chat-Pingpong mit einer KI noch herauskam, war der Begriff Re-Parenting. Auch hier war mir sofort klar, was damit gemeint ist und warum dieser Begriff so gut zu mir und meiner Arbeit passt. Wobei es bei mir weniger darum geht, die fehlende elterliche Fürsorge nachzuholen (außer bei mir selbst vielleicht), sondern eher darum die falsche gesamtgesellschaftliche Prägung umzuprogrammieren. Kürzlich hat Daniel Heinen auf LinkedIn gefragt: Wogegen stellst du dich mit deiner Marke?

Ich gehe allerdings wie bei jeder Anpassung der Positionierung davon aus, dass ich nun einige „alte“ Hasen verlieren werde. Allerdings hoffe ich, dass mein Marketing nun für viele noch klarer ist und ich nicht wie sonst oft noch zu hören bekomme: Und was ist das jetzt, was du machst? Dieser Schritt bedeutet leider wieder einen heiden Batzen an Aufgaben und Projekten. Denn nun dürfen viele Texte erstmal angepasst werden. Im Mai habe ich mein kostenloses Angebot, den 5-Minuten-Check, im Zuge eines Programmes überarbeitet und sprachlich entsprechend angepasst. Jetzt darf nach und nach noch der Rest dazukommen.
Das wurde gebloggt
Im Mai habe ich viele Entwürfe angelegt aber weniger gebloggt wir gehofft. Das Ziel ist in der Regel jede Woche ein Blogartikel. Der Zähler für die Blogartikel liegt aktuell bei 28 Blogartikeln bis Mai.
Was war sonst noch so los im Mai
- Tanken gewesen als es wieder günstiger war. ( Ein Event 🤣)
- grillen bei den Schwiegereltern
- Meine Schwester zu ihrem neuen Arbeitgeber gefahren
- den Kleinen zu Trillionen Spielbesuchen gebracht
- Mit meiner Schwester beim Lagerfeuerfest in Nehren gewesen
- Feuerwehrfest in Immenhausen besucht
- Metalparty in Tübingen mit meiner Schwester besucht
- zum Rossberg gewandert
- Mal wieder die Scheinwerferlampe ausgetauscht
- Skipping Hearts event beim Großen in der Schule besucht
- Beachvolleyball gespielt
- Verkehrserziehung vom Kleinen in der Kita ermöglicht
- zweimal Freibad
- 6x Joggen gewesen
- Endlich Sommerreifen bekommen
Der Mai in Bildern

Spontane Verpflegung beim Stand der Jugendfeuerwehr Gomaringen

der Versuch, die Klospülung allein hinzubekommen. Stellte sich raus ich hatte sie zu knapp an die Wand positioniert.

Konzert beim Lagerfeuerfest in Nehren mit der Band Feel

Zum Muttertag gab es ein leckeres Frühstück auf dem Balkon mit der ganzen Familie.

Spontaner Besuch beim Feuerwehrfest in Immenhausen

Die Klassenlehrerin vom Großen hatte die witzige Idee zum Muttertag ein Rätsel zu machen. Alle Kinder haben ihre Mütter gezeichnet und eine entsprechende Beschreibung dazu und die Mütter mussten raten wer von den 23 Mamis sie denn nun sind.

Der Turm auf dem Roßberg

Super Idee: Oben auf dem Roßbergturm kann man in die entsprechende Richtung schauen und versuchen, sein Dorf oder den Stuttgarter Fernsehturm zu finden.

Nach dem Ausflug auf den Turm haben wir uns noch eine süße Stärkung verdient.

Wir haben es geschafft zweimal ins Freibad zu gehen. Einmal war ich sogar allein am Anfang. Lief wirklich gut.
Was steht im Juni an
Der Kalender sieht im Moment noch recht leer aus mal schauen was wir da alles erleben werden.
- eine Woche Pfingstferien
- Besuch bei meiner besten Freundin (inzwischen jeden Monat einmal)
- VHS-Workshop in Präsenz in Reutlingen
- Blognacht (mal schauen, ob ich das dieses Jahr noch schaffe
- Metalparty
Das war er mein Monatsrückblick im Mai 2026. Du hast bock zu lesen was ich sonst noch so alles erleben dann abonniere meinen Newsletter.

0 Kommentare