Zuletzt geprüft im August 2026
Diese Sammlung ist nicht an einem Wochenende entstanden. Ich beschäftige mich im Grunde schon mit Selbstmanagement, seit ich als Auszubildende ziemlich unvorbereitet eine ganze Filiale übernehmen und mir alles Organisatorische selbst beibringen musste. Richtig ernst wurde es, als ich Mutter wurde, weil die Routinen und Strukturen, die vorher irgendwie funktioniert hatten, plötzlich nichts mehr brachten. Mit der Selbstständigkeit kam der nächste Bruch: Auf einmal war niemand mehr da, der mir gesagt hat, bis wann etwas fertig sein muss. Und selbst in meiner Teilzeitstelle, die ich heute neben der Selbstständigkeit mache, bekomme ich kaum je eine Deadline von außen. Seit sieben Jahren bin ich selbstständig, aber die Übung, mir meine Aufgaben und meine Zeit komplett selbst einzuteilen, ist deutlich älter.
Was hier zusammengekommen ist, ist deshalb auch keine Bilanz aus einer beeindruckenden Zahl betreuter Kundinnen, die war und ist bei mir überschaubar. Der Großteil davon ist eigene Erfahrung: eigene Fehler, mehrfach gescheiterte Systeme, und die Erkenntnis, dass die meisten klassischen Ratgeber für Menschen wie mich (und dich) einfach nicht gemacht sind. Von 377 veröffentlichten Blogartikeln ist vieles persönlich und nicht als Expertenwissen gedacht, aber genau aus dieser Sammlung habe ich mir über die Jahre zusammengesucht, was bei mir und in der Arbeit mit meinen Kundinnen wirklich hängen geblieben ist. Diese Sammlung ist die Essenz davon: kein Listicle, sondern das, was nach sieben Jahren Ausprobieren, Scheitern und Nachjustieren tatsächlich übrig geblieben ist.
Inhaltsverzeichnis
12 Tipps für Rhythmus & Energie
- Ignorier Aufsteh-Ratschläge, die nicht zu deinem Chronotyp passen. Ich hab jahrelang gedacht, dass ich eine sogenannte Eule bin. Nach einem Test stellte sich heraus das ich ein Normalo bin, ich brauch also einen Schlafrhytmus von 0-8 Uhr.
- Eat the frog (also erledige deine blödeste Aufgabe) zu deiner besten Tageszeit, nicht zwingend morgens.
- Sortier deine Aufgaben nach Energielevel statt nach Ort.
- Beobachte, wann du in einen Flow-Zustand kommst, und nutz diese Bedingungen bewusst, statt dagegen anzukämpfen. Als ich versucht habe, meine kreative Arbeit in starre Zeitblöcke zu pressen, war ich regelmäßig frustriert und kämpfte mit Schreibblockaden.
- Check morgens erstmal deine Stimmung, bevor du auf die To-do-Liste schaust.
- Akzeptier, dass du nicht jeden Tag auf 100 Prozent laufen kannst.
- Wechsle bewusst zwischen mehreren Themen, statt dich stur auf eine Sache zu fokussieren. Ich schreib an fünf Ideen gleichzeitig.
- Plane deine Zeitblöcke großzügiger als gedacht, weil kreative Arbeit Anlaufzeit braucht.
- Arbeite mit deinen natürlichen Energiewellen, statt ständig dagegen anzukämpfen. Es bringt nichts wichtige Termine morgens zu bewältigen, wenn du da wie ich noch ein Zombie bist und noch nicht klar denken kannst.
- Wenn du bei einer kniffligen Aufgabe zur Kaffeetasse greifen willst, mach stattdessen erstmal ein paar Minuten bewusste Atempausen. Ich habs ausführlich getestet: Atmen ist besser als Kaffee. 😅
- Gestalte dir flexible Arbeitszeiten, statt dich in einen starren 9-to-5-Rhythmus zu zwingen, der nicht zu dir passt. Kommt übrigens aus der Industrialisierung und ist für uns Menschen total unnatürlich.
- Plan dir einen festen „Wilde Ideen“-Tag pro Woche ein.
16 Tipps für Aufgaben, Prioritäten & To-Do-Listen
- Schreib dir ein Tagesziel auf statt einer ellenlangen Aufgabenliste. Ich hab’s immer wieder mit verschiedenen Planungsmethoden versucht und saß abends trotzdem vor 17 offenen Punkten.
- Erstell dir eine Anti-To-do-Liste mit Dingen, die du nicht mehr tun willst.
- Identifizier deinen echten Frosch, also die Aufgabe, nach der du dich danach spürbar besser fühlst. (Siehe Tipp 2.)
- Teil große Projekte in kleinere, konkrete Schritte auf, das ist viel leichter für dein Gehirn und hilft gegen Überforderung.
- Erledige Aufgaben unter 2 Minuten sofort, wenn du gerade nicht konzentriert arbeitest.
- Reflektier, welche Aktivitäten dir in den letzten Monaten wirklich am meisten gebracht haben. Ich saß selbst vor meiner To-Do-Liste und war überfordert, als ich herausfinden sollte, welche 20 Prozent meiner Aufgaben 80 Prozent der Ergebnisse bringen.
- „Schreib am Ende des Arbeitstags die 6 wichtigsten Aufgaben für den nächsten Tag auf und sortier sie nach Priorität.“ Beim Lesen dieser Methode bekam ich sofort Bauchschmerzen, und die Vorstellung, Aufgaben priorisieren zu müssen, löste bei mir regelrechte Schnappatmung aus.
- Beende eine Aufgabe vollständig, bevor du die nächste anpackst. Nur ein Witz!!! Wer kann das bitte? Kreative Chaotinnen wie du und ich definitiv nicht!
- Nutz die Reality-Check-Frage: Stirbt jemand, wenn ich diese Aufgabe nicht mache?
- Streich „Zombie-Aufgaben“ von deiner Liste, die nur aus reinen Sollte-Gedanken entstanden sind.
- Nutz die Eisenhower-Matrix als wöchentlichen Realitätscheck statt für die tägliche Planung. Ich hab oft versucht, die Eisenhower-Matrix klassisch anzuwenden, und scheiterte kläglich. Das fühlte sich für mich wie Versagen an.
- Setz dir jeden Morgen konkrete Tagesziele, bevor du mit der Arbeit beginnst. Als Resilienztrainerin habe ich die transformative Kraft der täglichen Zielsetzung selbst erfahren.
- Nutze die Rückwärts-Methode: Starte bei deinem Endziel und arbeite dich in Teilschritten bis zur Gegenwart vor. Gerade als kreative Chaotin bist du gut darin das Endziel vor Augen zu haben, aber oft fällt es dir schwer, den Weg dahin zu finden.
- Wähl dir für einen 12-Wochen-Zyklus maximal ein bis drei Ziele aus, statt dich zu verzetteln.
- Definier dir einen „Nordstern“ als zentrales Projektziel, an dem du dich bei Entscheidungen orientierst.
- Wende bei spontanen Anfragen die 24-Stunden-Regel an: Gib nie sofort eine Antwort, sondern schlaf eine Nacht drüber.
16 Tipps für Routinen & Gewohnheiten
- Leg deine Outfits schon am Sonntag für die ganze Woche raus. Das hilft dir die Entscheidungen zu reduzieren, denn die brauchen viel Hirnschmalz.
- Schaff dir eine feste Morgenroutine von etwa 30 Minuten mit Kaffee, Stille oder Bewegung und Tagesübersicht, je nachdem, was zu dir passt. Meine ruhige Morgenroutine schaffe ich eigentlich erst im Büro. Zuhause sucht Kind 1 seinen Schuh und Kind 2 will ein bestimmtes Frühstück.
- Führ einmal pro Woche ein 15-minütiges Review durch und frag dich dabei, was gut lief, was sich geändert hat, was ansteht und was du loslassen.
- Starte neue Gewohnheiten klein und einzeln nacheinander, statt alles auf einmal.
- Nutz eine zeitlich begrenzte Challenge, zum Beispiel 30 Tage, um überhaupt ins Handeln zu kommen. Bei den Liegestützen bin ich anfangs jedes Mal fast weinend in der Teppichkante versunken.
- Leg dir klare Start- und End-Rituale für deine Arbeitszeit fest, zum Beispiel eine Duftkerze anzünden.
- Leg dir 2 bis 3 unverrückbare Mini-Routinen pro Tag fest und lass den Rest fließend.
- Häng eine neue Gewohnheit an eine bereits bestehende Routine, das spart Energie beim Etablieren.
- Probier Morgenseiten aus: Schreib direkt nach dem Aufwachen drei Seiten handschriftlich, ganz ohne Filter.
- Putz deine Küchenspüle jeden Abend blitzblank und spül und trockne dabei dein Geschirr ab. Die tägliche Küchenspülen-Routine fiel mir anfangs unglaublich schwer, weil ich mich geweigert habe die Dinge gleich abzutrocknen und aufzuräumen.
- Zieh dich tagsüber richtig an und trag Schuhe statt Hausschuhe, das bringt dich in den Arbeitsmodus. Das ist ein Tipp von der Flylady, den ich ehrlich gesagt nicht umsetzen kann. Schuhe die ganze Zeit zu tragen, finde ich total unangenehm. Es soll für den Notfall sein, dass du direkt vorbereitet bist.
- Mach den 27-Teile-Boogie: Stell einen Timer auf 15 Minuten und sammel mit einer Mülltüte alles ein, was nicht in die Wohnung gehört. Ich finde es echt spannend, wie viel man doch immer wieder findet, egal wie oft man diese Aktion macht.
- Mach einmal wöchentlich ein Home Blessing: Mülleimer leeren, saugen, Küche, Bad und Toilette wischen. Hat mir an schlechten Tagen extrem gut geholfen, mich nur auf diese kleine Aktion zu konzentrieren. Damit war wenigstens eine minimale Grundreinigung vorhanden.
- Wasch jeden Tag eine Ladung Wäsche, statt alles zu sammeln. Der sogenannte Mount Washmore ist für mich inzwischen kein Problem mehr. Viel schwieriger finde ich es die gewaschenen Sachen zusammenzulegen und aufzuräumen. 😅
- Verurteile dich nicht, wenn sich eine Gewohnheit als ungeeignet erweist.
- Halt auch am Wochenende möglichst deine gewohnten Schlafenszeiten ein.
20 Tipps für Chaos, Tools & Systeme
- Nutz einen zentralen Eingangskorb für alle neuen Aufgaben und Ideen. Als Organisationsmentorin hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung, was Getting Things Done genau ist, bis ich mir die Methode angeschaut habe.
- Nutz ein abgespecktes Kontext-System statt vieler einzelner Listen. Nach 10 Minuten mit der Original-Methode von Getting Things Done dachte ich: „Moment.“ Wie viele Listen soll ich führen?!
- Erlaub dir auch, mal komplett ohne Liste zu arbeiten.
- Erkenne an, dass das Problem nicht bei dir liegt, sondern im unpassenden Planungssystem.
- Halt deine besten Ideen per Sprachnotiz fest, statt sie zu unterdrücken.
- Nutze technische Schutzapps wie AppBlock oder one sec, um reflexartige Nutzung zu unterbrechen. Ich hab Stunden in Apps verbracht und ich dachte, ich arbeite an meiner Sichtbarkeit.😏
- Denk in Chaosblöcken statt in linearen Abläufen. Ich bin ein Ideenfeuerwerk mit müdem Nervensystem.
- Führ einmal pro Woche einen input-freien Tag ein, an dem du nur verarbeitest, was schon da ist. Ich sammle Infos in gefühlt 74 digitalen Sammelorten.
- Begrenz deine „Später lesen“-Liste auf maximal fünf Dinge pro Woche. Ich weiß, das ist schwer, aber sei ehrlich: Wie viel davon liest du am Ende wirklich?
- Starte keinen neuen Kurs, bevor du den vorherigen zu 80 Prozent umgesetzt hast. (Ich sag dir jetzt nicht wie der Stand bei meinen angefangenen Kursen aussieht.)
- Sortier Dinge aus, die du in den letzten 12 Monaten nicht benutzt oder vermisst hast. Hier reicht es wenn du sie erstmal in einen Karton in den Keller räumst.
- Wende die „Ein rein, ein raus“-Regel an, bevor du etwas Neues kaufst. (Ich wünschte wirklich, das würden meine „Mitbewohner“ auch so umsetzen.)
- Schaff dir „Inseln der Ordnung“ als stabile, ruhige Bereiche im Chaos.
- Arbeite nach dem One-Touch-Prinzip: Was du anfasst, erledigst du gleich.
- Führ ein „Projekt-Aquarium“: Notier alle Ideen als Fische, die sich zeitweise zurückziehen dürfen.
- Wirf eine Zeitmanagement-Methode konsequent über Bord, wenn sie einfach nicht zu dir passt, statt dich weiter zu zwingen. Es ging mir lange wie vielen meiner Kundinnen: Wir versuchten, uns mit Pomodoro und der Eisenhower-Matrix zu organisieren, und scheiterten damit.
- Nutz ein Bullet Journal, wenn du deine Aufgaben lieber handschriftlich und flexibel statt starr notierst. Ich hab selbst Probleme mit normalen, unflexiblen Planern.
- Leg dir eine Ideen-Parkplatz-Methode an: Notier neue Gedanken erstmal dort, statt sie sofort weiterzuverfolgen.
- Richte E-Mail-Filter ein, die deinen Posteingang von vornherein entlasten.
- Entscheide bei jeder E-Mail sofort: löschen, weiterleiten, terminieren, in unter fünf Minuten erledigen oder archivieren.
18 Tipps für Perfektionismus & Gelassenheit
- Trag deine Haare, wie du willst, ganz unabhängig von Konventionen. Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem Konformität verlangt wurde, weigerte mich als Jugendliche, zu Familienfeiern zu gehen, und trage aktuell pinke Haare.
- Hinterfrag öfter, was du oder andere unbedingt tun zu müssen glauben.
- Frag dich, ob du gerade katastrophisierst oder die Dauer einer Aufgabe überschätzt. Ich malte mir beim Anziehen der Laufschuhe aus, wie anstrengend eine Joggingrunde werden würde, und dachte hinterher: Wirklich? Davor hatte ich Respekt?
- Nimm Schuldgefühle wahr, diskutier aber nicht mit ihnen und triff trotzdem deine Entscheidung. Mit meiner inneren Kritiker-Stimme diskutiere ich grundsätzlich nicht.
- Akzeptier dein kreatives Chaos als Teil deiner Arbeitsweise, nicht als Makel.
- Lösch die ersten fünf Entwürfe eines Projekts und starte mit frischer Energie neu.
- Poste etwas Unfertiges oder nicht ganz Perfektes und teil es trotzdem.
- Akzeptier kreative Umwege, statt stur an deiner ursprünglichen Planung festzuhalten. Wenn ich alles perfekt machen will, passiert genau gar nichts.
- Probier neue Dinge einfach aus, ohne gleich ein Meisterwerk zu erwarten. Ich dachte lange, ich sei nicht kreativ, weil alle anderen alles viel besser konnten, und gab deshalb Projekte früher auf.
- Erlaub deinem ersten Entwurf, unfertig und unperfekt zu sein, er ist nur der Anfang. Früher hab ich mir oft Vorwürfe gemacht, „nicht produktiv“ zu sein.
- Definier für dich, was „gut“ bedeutet, und halt dich daran.
- Akzeptiere Fehler als Chance zum Lernen und Wachsen. Ich habe Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass Perfektionismus Bestandteil meines Lebens ist.
- Führ dir Worst-Case-Szenarien vor Augen, um Aufschieberitis zu begegnen.
- Behandle dich selbst wie eine gute Freundin.
- Verzeih dir vergangene Aufschieberei bewusst und sag dir: Das war eine Schutzreaktion, heute entscheide ich mich neu.
- Formulier „ich muss“ bewusst um in „ich entscheide mich dafür“.
- Lass Aufgaben los, die nicht zu deinen eigenen Werten passen.
- Stell dir die Regel auf „Fertigstellen vor Starten“: Bring ein Projekt erst zu mindestens 80 Prozent fertig, bevor du das nächste beginnst.
18 Tipps für Pausen & Selbstfürsorge
- Finde dir einen kleinen Ausgleich, den du auch an miesen Tagen schaffst. Meine eigene Strategie sind fünf Minuten mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon, bevor der erste Rechner hochfährt.
- Sag Nein und verpflichte dich nicht zu ständiger Erreichbarkeit.
- Beende deine Arbeit bei Krankheit, ohne dich schuldig zu fühlen.
- Behandle deine Gesundheit und deine Pausen als Business-Grundlage, nicht als Luxus.
- Setz dich selbst an erste Stelle, bevor du für andere da bist, nach dem Flugzeug-Masken-Prinzip. Ich war früher Filialleiterin in einer Motorrad-Zubehör-Kette mit einem sehr ambitionierten Arbeitsansatz und hatte deshalb schon zweimal einen Burnout.
- Fordere Me-Time konsequent ein, statt auf Erlaubnis von anderen zu warten. Für meine eigene Me-Time musste ich kämpfen: Ich bin raus, wenigstens eine Runde spazieren.
- Nimm drei tiefe Atemzüge, wenn dir gerade alles zu viel wird.
- Sing 30 Sekunden lang laut dein Lieblingslied mit.
- Lauf barfuß durchs Wohnzimmer und spür den Boden unter den Füßen.
- Leg dich mittags hin, wenn du müde bist, auch wenn andere danach fragen. Ich leg mich mittags hin, wenn ich müde bin.
- Mach nach jedem Kundenprojekt eine feste 20-Minuten-Pause, egal was noch auf deiner To-do-Liste steht.
- Verbring zehn Minuten am Tag in Stille, ganz ohne Handy.
- Kombinier verschiedene Bewegungsformen wie Yoga, Joggen und ganz normale Alltagsaktivitäten.
- Versteh Selbstfürsorge als bewussten Widerstand gegen erlernte Leistungsanforderungen, nicht als Extra.
- Plan regelmäßige Pausen zur Erholung deines Nervensystems ein. Pausen retten mein Nervensystem und manchmal mein ganzes Business.
- Nimm dir einen Tag, an dem du nichts tust und komplett auf Multitasking verzichtest.
- Richte dir handyfreie Zonen in deiner Wohnung ein.
- Beschäftige deine Hände mit Handarbeiten wie Stricken, Häkeln oder Basteln, wenn dein Kopf nicht abschaltet. Mir geht es so, dass wenn ich meine Hände beschäftige, mein Kopf abschalten kann.
18 Tipps für Stress & Resilienz
- Achte auf deine Stress-Symptome, egal ob körperlich oder emotional.
- Bau dir ein Netzwerk auf, das dich unterstützt, und nutz es auch wirklich.
- Erarbeite dir Notfallpläne für vorhersehbare Krisen wie kranke Kinder.
- Hol dir Hilfe oder nimm sie an, wenn sie dir angeboten wird.
- Übernimm nicht die schlechte Laune von anderen Leuten.
- Nutz die 4-7-8-Atemtechnik: vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, acht Sekunden ausatmen.
- Sag Termine ab, die dir nicht guttun.
- Bau dir einen „Resilienz-Kompass“: eine Liste deiner Stressoren mit passenden Gegenstrategien.
- Erkenne Stress als Körpersignal an, nicht als persönliches Versagen.
- Hinterfrag die inneren Stimmen alter Erziehungsmuster, die noch in deinem Kopf mitreden.
- Fang mit Reparenting an: Werde selbst zu dem Elternteil, das du gebraucht hättest.
- Nutze „Ich“-Aussagen, um deine Bedürfnisse auszudrücken, statt Vorwürfe zu machen.
- Erbitte dir Bedenkzeit, statt sofort ja zu sagen, wenn dir jemand eine Anfrage stellt.
- Formulier deine Grenzen freundlich, aber bestimmt aus der Ich-Perspektive, ohne dem anderen die Schuld zu geben.
- Frag dich beim Journaln konkret „Was blockiert mich gerade?“ und „Welche Angst hält mich zurück?“, statt nur drauflos zu schreiben. Journaling ist für mich ein unverzichtbares Werkzeug, um Blockaden zu lösen.
- Klopf bei aufkommender Wut gezielt die EFT-Punkte am kleinen Finger und am Schlüsselbein ab. Ich bin mir sehr sicher, dass meine eigene Strategie im Umgang mit Wut als Kind nicht besonders großartig war, und wurde von meiner Mutter als „Grobian“ bezeichnet.
- Nutze Box Breathing: jeweils vier Sekunden ein-, halten, aus- und wieder anhalten.
- Führ ein Erfolgsjournal und beantworte darin regelmäßig Fragen zu dem, was zuletzt gut gelaufen ist und was dich herausgefordert hat. Als ich 2020 zum ersten Mal mit dem Begriff Resilienz konfrontiert wurde, hatte ich überhaupt keine Ahnung davon und dachte, ich sei nicht resilient.
12 Tipps für Familie, Kinder & Alltag
- Musst du dein Kind nicht überallhin mitnehmen, wenn es das gerade nicht will. Ich musste überall hin mit als Kind, weil man das halt so macht, und fand es schrecklich.
- Verzichte auf aufwendig inszenierte Kindergeburtstage mit Motto und selbstgebastelter Deko. Vor allem, wenn dein Kind noch klein ist, denn da interessiert es das überhaupt nicht. Unser zweiter Sohn hat zum ersten Geburtstag nicht mal ein Geschenk bekommen. 😅
- Wähl bewusst aus, bei welchen Schulveranstaltungen du wirklich dabei sein willst.
- Lass nicht jeden deine Kinder ungefragt anfassen. Auch wenn wir das so gelernt haben: Tante Gerda muss mein Kind nicht anschmatzen, nur weil es IHR gut tut!
- Delegiere Aufgaben im Haushalt und im Geschäftsbereich.
- Bitte Familie, Freunde oder Dienstleister um Unterstützung.
- Gib beim Delegieren klare Anweisungen und Erwartungen mit.
- Steh vor den anderen in deiner Familie auf und zieh dich komplett fertig an, bevor der Tag losgeht. Klappt ehrlich gesagt hier erst seit die Kinder größer sind.
- Führ eine feste Date-Routine mit den Menschen ein, die dir wichtig sind, egal ob wöchentlich oder monatlich. Sonst wirst du sie nie sehen!
- Bring deinen Kindern bei, sich ihr eigenes Mittagessen zuzubereiten. Schließlich wollen wir doch alle Kinder haben, die selbstständig sind und Verantwortung für sich übernehmen können.
- Verabrede feste Video-Calls oder Nachrichten, um mit entfernten Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben.
- Leb Selbstfürsorge vor, besonders deinen Kindern gegenüber.
15 Tipps für Selbstständigkeit & Business
- Blocke feste Zeitfenster für Kundentermine und lass bewusst Puffer dazwischen. Nichts ist schlimmer, als einen Termin nach dem anderen zu haben, ohne eine Verschnaufpause. So ging es mir, als ich für meine Studie für die Abschlussarbeit im Resilienztraining viele Interviews geführt habe und mich oft in der Situation befunden habe, von einem Call zum nächsten gehetzt zu haben.
- Leg einen festen wöchentlichen Termin für Admin-Kram wie Buchhaltung fest.
- Hol dir eine Steuerberaterin, wenn dir die Buchhaltung Angst macht. Ich wurde jahrelang durch endlose To-Do-Listen gestresst, bis ich einen anderen Weg fand.
- Poste in Social Media nur dann, wenn es sich für dich gerade richtig anfühlt.
- Miss deinen Erfolg nicht allein an Umsatzzahlen.
- Sieh Teilzeitarbeit neben deiner Selbstständigkeit als vollwertige Lösung, nicht als Kompromiss.
- Betrachte Social-Media-Plattformen mit emotionaler Distanz und Humor, nicht als geschäftskritisch. Ich war sechs Jahre auf verschiedenen Plattformen aktiv und erzielte eine unterirdische Relation zwischen investierter Zeit und Ertrag.
- Bau deine Hauptkommunikation auf eigenem Grund auf, also über E-Mail-Liste, Website und Newsletter.
- Nutze Content-Batching statt täglich spontan zu posten. Ich postete zeitweise täglich auf Instagram, seit 2021 mindestens dreimal wöchentlich. Inzwischen gehe ich eher mit Tipp 134. 😏.
- Vernachlässige die Grundlagen nicht, also Buchhaltung und Pausen.
- Leg feste Networking-Zeitfenster fest und nutz die 2:1-Regel: eine Stunde Netzwerken, zwei Stunden eigene Arbeit.
- Nutze einen Newsletter als deinen primären Kommunikationskanal, statt hauptsächlich auf Social Media zu setzen. Instagram war down, WhatsApp war down, Facebook sowieso, das war der Auslöser, mich mit Newslettern zu beschäftigen.
- Schreib in deinem eigenen Tempo, nicht für den Algorithmus. Ich setz mir die Deadline Dienstag, 9:30 Uhr, und schreib dann trotzdem strukturbefreit eine Woche daran.
- Sag Nein zu Anfragen, die nicht zu deiner Nische passen. Ich lass mich von niemandem von meiner Nische und Zielgruppe abbringen.
- Bau dein Angebot von Anfang an auf deinen Stärken auf, nicht auf dem, was angeblich funktionieren soll. Ich hab zuerst ein Angebot aufgebaut, das strategisch gut war, aber komplett an meiner Zielgruppe und mir vorbeiging.
Und jetzt?
Du musst nicht alle Tipps auf einmal umsetzen. Nimm dir die drei raus, die dich beim Lesen am meisten angesprungen haben, und probier genau die eine Woche lang aus. Der Rest darf liegen bleiben, bis er dran ist.
Willst du regelmäßig neue Impulse, ganz ohne Motivationsgeschwurbel? Dann trag dich in meinen Newsletter ein. Einmal wöchentlich Impulse, Inspiration und ehrliche Gedanken direkt in dein Postfach.

Für den Versuch mit drei Tipps würde ich ein kleines Auswertungskriterium festhalten. Der Hinweis “probier genau die eine Woche lang aus” lässt offen, wie danach entschieden wird. Gerade wenn bisherige Routinen mit dem Mutterwerden wegfallen, wäre weniger organisatorischer Aufwand ein sinnvoller Maßstab. So wird aus dem Test kein weiteres System, das gepflegt werden muss.