Wie To-do-Listen mich jahrelang gestresst haben und was ich heute stattdessen mache

von | Aug. 11, 2025 | Selbstmanagement | 0 Kommentare

Ein liebevoller Abschied von der linearen Planung. Ich hab’s versucht. Immer wieder. Schön designte To-do-Listen. Bullet Journals mit Washi-Tape. Trello-Boards, die aussahen wie ein Pinterest-Traum in Produktivitätsoptik. Und doch saß ich abends da, starrte auf 17 offene Punkte und fühlte mich wie der unorganisierteste Mensch der Welt. Ich hatte ALLES „richtig“ gemacht. Aber: Es funktionierte nicht, weil diese Art zu planen, nicht zu mir passte.

Die Liste war nicht das Problem. Ich war es auch nicht.

Was ich lange nicht verstanden habe:
Klassische To-do-Listen sind für Menschen gemacht, die linear denken, monothematisch arbeiten. Die ihre Energie konstant halten können und keine Kinder haben, keine Zyklustiefs. Für Menschen die keine ADHS-Tendenzen oder kreative Impulsdurchbrüche mitten in der Excel-Tabelle haben.

Ich bin aber nicht linear. Ich bin ein Ideenfeuerwerk mit müdem Nervensystem, eine Businesschaotin mit Herz und Hang zum kreativen Eskalieren.
Und To-do-Listen, wie sie in 97 % der Produktivitätstipps vorkommen, waren für mich wie ein starrer Käfig, der mir jeden Tag aufzeigte, was ich nicht geschafft habe.

Was wirklich schief lief

Ich hab mich nie gefragt:

  • Wann hab ich eigentlich Energie?
  • Welche Aufgaben brauchen wie viel Fokus?
  • Wie viele Themen kann mein Kopf gleichzeitig jonglieren, ohne Burnout-Gefahr?

Stattdessen habe ich Aufgaben wie Briefmarken gesammelt und sie aufgeschrieben, in der Hoffnung, dass mein Tag auf magische Weise 34 produktive Stunden bekommt.
Hatte er nie.

Zu viele Aufgaben, unrealistische Tagespläne, der Druck, ALLES abarbeiten zu müssen – das sind typische Muster kreativer Chaotinnen. Im Ordnungschaotin® Starter Kit gehe ich tiefer darauf ein.

Struktur mit Spielraum

Irgendwann hab ich’s nicht mehr ausgehalten. Ich hab alles über den Haufen geworfen und meine ganz eigene Art zu planen entwickelt. Ohne To-do-Liste, ohne starres „erst A, dann B“.
Und plötzlich wurde alles… leichter.

Ich hab angefangen:

  • mit Themenschwerpunkten zu arbeiten (z. B. „Montag ist Contenttag, Dienstag Admin“)
  • maximal 3 Aufgaben pro Tag zu planen (alles andere ist Bonus oder wird verschoben, ohne Drama)
  • meinen Energielevel ernst zu nehmen, nicht zu ignorieren
  • in Chaosblöcken zu denken, statt in linearen Abläufen
    (z. B. „Ich brauche 2 Stunden Flow-Zeit, ob ich damit E-Mails beantworte oder Blogartikel schreibe, ergibt sich aus der Tagesform.“)

Ich nenn das strukturbefreites Selbstmanagement.
Es ist nicht „planlos“. Es ist angepasst, an mich, an meinen Alltag und an mein kreatives Gehirn, das keine Häkchen, sondern Räume braucht.

Was du heute ausprobieren kannst

  1. Schreib keine Liste. Schreib ein Ziel.
    → z. B. „Heute will ich 1 Contentstück abschließen.“
    (und dann entscheidest du flexibel, welches)
  2. Plane in Blöcken, nicht in Einzelpunkten.
    → z. B. „2 Stunden ruhige Arbeit“ statt „Newsletter schreiben, Video schneiden, Mails checken“.
  3. Mach dir eine Anti-To-do-Liste.
    → Dinge, die du nicht mehr tun willst. Erwartungen, die du loslässt.
    Ich verspreche dir: Sie ist mindestens genauso kraftvoll wie jede Aufgabenliste.

Deine To-do-Liste ist nicht falsch. Aber sie muss zu DIR passen.

Wenn du dich beim Planen immer wieder klein, chaotisch oder überfordert fühlst, liegt’s nicht an dir.
Vielleicht liegt es daran, dass du versuchst, dich in ein System einzufügen, das überhaupt nicht für dich geeignet ist.

Was du brauchst, ist kein neuer Planer.
Was du brauchst, ist die Erlaubnis, deine eigene Art der Organisation zu leben.
Kreativ, flexibel und ehrlich.

Dein nächster Schritt:

Du willst rausfinden, was STATT To-do-Listen für dich funktioniert? Das Ordnungschaotin® Starter Kit ist dein Einstieg ins strukturbefreite Selbstmanagement – mit konkreten Tools, die zu DIR passen. 7€ | Sofort downloadbar

Wie To-do-Listen mich jahrelang gestresst haben und was ich heute stattdessen mache

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