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Mir sind Ordnung und Struktur sehr wichtig

Als ich mich selbstständig gemacht habe, wusste ich noch nicht, wo es mich hin verschlagen wird. Im Blogartikel Wie ich zur Organisationsmentorin wurde, kannst du den Weg nachlesen. In diesem Beitrag soll es darum gehen, warum mir Ordnung und Struktur so wichtig sind. Der Impuls kam von Anna Koschinski in der 20. Blognacht, bei der ich dieses Mal auch wieder dabei sein konnte.

Ordnung und Struktur im Angestelltendasein

Ordnung und Struktur sind mir wichtig, darum bin ich wohl auch wieder im Angestelltenverhältnis gelandet. Hier habe ich feste Zeiten, einen festen Platz und feste Abläufe. Auch wenn es nach knapp 4 Wochen für mich merkwürdig ist und vieles noch neu ist. Gerade jetzt merke ich, wie völlig chaotisch ich zum Teil gearbeitet habe. Denn ich habe viele Unterlagen zu verwalten und sobald etwas dazwischen kommt, weiß ich nicht mehr wo ich war, was ich gerade getan habe und wo ich meine Unterlagen hingepackt habe. So landeten öfter mal Unterlagen im falschen Ordner oder wurden gar nicht erst wieder in den richtigen Stapel zurückgesteckt. Außerdem können sich mit der richtigen Struktur passende Abläufe und Routinen etablieren, dann passieren mir solche Fehler in Zukunft nicht mehr.

Es gibt mir Sicherheit

Mir geben Ordnung und Struktur die Sicherheit, die ich so dringend brauche und mir selbst gerade nicht so recht geben kann. Ja, ein selbstbestimmter Arbeitstag und selbstgesetzte Ziele sind wirklich sehr schön. Ich weiß gerne, was ich zu tun habe. Das ist in der Selbstständigkeit nicht wirklich der Fall. Ich weiß nicht, wann der nächste Kunde kommt, was derjenige für eine Begleitung benötigt und auch nicht wie lange, dass der Fall sein wird. Welche Ergebnisse meine Arbeit bringt, weiß ich vorher in der Regel auch nicht. Jetzt als Angestellte weiß ich ziemlich gut, was ich arbeite, allerdings befinde ich mich noch in der Einarbeitungsphase. Die Aufgaben können sich noch ausweiten. Ich weiß, wo ich arbeite. Als Selbstständige wurde oft so sehr gefeiert, dass man ja von überall arbeiten könne. Generell ist es natürlich richtig und angenehm, aber eben auch oft das Risiko gar nicht wirklich aufzuhören mit arbeiten, denn am Handy kann ich theoretisch 24/7 arbeiten. Im Moment tut mir die Flexibilität, die meine Selbstständigkeit mit sich bringt, nicht gut und wird nun vorerst bis sich alles richtig strukturiert hat, 😉 reduziert.

Mehr Strukturierung nötig

Meinen Alltag musste ich nun noch etwas anpassen und auch ein wenig umstrukturieren. Plötzlich gehe ich abends noch trainieren und kann es recht gut schaffen zu kochen, wenn die Kids zu Hause sind. Davor habe ich gekocht, bevor die Kids da waren. Ich lege mir jetzt schon am Abend vorher die Bekleidung raus. Bereite die Brotdosen so weit wie möglich schon mal vor. Die Snacks, die nach der Kita auf dem Heimweg benötigt werden, habe ich auch schon am Vorabend fertig. Ich schaue schon vorher wie das Wetter wird, sodass ich mich schon auf entsprechende Kleidung auch für die Kids vorbereiten kann. Für viele berufstätige Mütter sind solche Tätigkeiten bestimmt schon in Fleisch und Blut übergegangen, bei mir hatte es bis heute keine Notwendigkeit.

Allein geht es nicht

Der Haushalt fällt zwar nicht hinten runter, dafür durfte ich hier wieder lernen meinen Mann mit ins Boot zu holen. Da er oft später anfängt, darf er morgens noch Dinge erledigen. Essensplan für die Woche, haben wir sonst gemeinsam zusammen gestellt, jetzt genießen wir die gemeinsame Zeit eher mal und er kümmert sich komplett allein darum. Früher hätte ich hier schon mal auf die Kontrolle gepocht und gerne gewusst, was denn nun zum Kochen geplant war. Das kann ich komischerweise sehr gut annehmen. Zudem dieser Punkt mich oft viel kraft gekostet hat.

Feste Plätze

Da es mir nach wie vor wichtig ist, alles zu finden, was so in unserer Wohnung existiert, bin, ich immer noch diejenige, die aufräumt und feste Plätze versucht einzuführen. Die Kinder tun sich mit aufräumen eher schwer, was meiner Ansicht nach der Masse an Habseligkeiten zu schulden kommt. Beide mögen es aber ein aufgeräumtes Zimmer zu haben. Daher bleibt der Aufräumpart oft an mir hängen. Selten haben sie genug Nerven, um mitzuhelfen. Wie es bei mir an manchen Tagen nervt, es ständig tun zu müssen, ist es ihnen eben auch an manchen Tagen zu viel. Da meine selbsternannte Lebensaufgabe suchen ist, werde ich nach wie vor an dem Thema der festen Plätze dran bleiben. Gerade der Kleine sucht ständig etwas und weiß später natürlich auch nicht mehr, wo er es hin verbummelt hat.

Küchenordnung

Früher war Küche richten ein wirklich schwieriges Thema für mich. Gerade abspülen kann ich bis heute nicht leiden. Dabei haben wir wirklich nicht viel, was von Hand abgespült werden muss. Ich habe mir lange extra einen Timer gestellt, um mir bewusst zu machen, wie wenig Zeit diese Aufgaben in Anspruch nimmt. Sehr lange gehörte Küche richten zu meiner letzten Aufgabe des Tages. Da mir nun mein „Feierabend“ zu kostbar erscheint, schaffe ich auch diesen Part zu erledigen, solange die Kinder noch wach sind. Ja, oft streunen die beiden dann in der Küche herum und liegen direkt vor meinen Füßen. Es hat etwas gedauert, bis ich gemerkt habe, dass sie mir nur nahe sein wollten. Bevor ich ins Bett gehen wird nur noch kurz ein letzter Blick in die Küche gemacht, da mein Mann oft noch länger wach bleibt und diverse Dinge noch nutzt, ist sie morgens nicht mehr ganz so sauber wie davor.

Was bedeutet Struktur für mich

Für mich bedeutet Struktur haben eben auch nicht auf mein Training zu verzichten, nur weil ich glaube nicht mehr genug Zeit zu haben. Es bedeutet aber auch, mich nicht vollkommen festzulegen. Also, dass ich beim Training auch mal flexibel auf Gesundheits- und Tagesverfassung reagieren kann. Früher dachte ich immer der Tag muss komplett durchgetaktet sein und für meinen ersten Sohn wäre das sicher auch eine gute Sache gewesen, aber er selbst hat meine Versuche so viel Struktur wie möglich in unseren Alltag zu bringen boykottiert. Denn, wenn an einem Tag die Dinge gekappt haben, hat es am nächsten Tag schon nicht mehr funktioniert. Dabei war es egal, um was es ging. Essenszeit, Stillen, Schlafenszeiten, Ausscheidungen und und und. Erst mit der Kita wurde es dann besser und gerade die Lockdownzeit hat uns gezeigt, wie wichtig ein geregelter Alltag sein kann.

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